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Abschnitt 1 – «Emotionen»

 

Kapitel 1 – Freiheit von negativen Emotionen

 

Inhalt:

01-01) Allgemeine Informationen zu negativen Emotionen (NE) und zur Freiheit von diesen Emotionen

01-02) Beseitigung und Unterdrückung von negativen Emotionen

01-03) Erste Schritte bei der Erforschung und Beseitigung negativer Emotionen

01-04) Praktik der zyklischen Wahrnehmung negativer Emotionen

01-05) Andere Praktiken der NE-Beseitigung

01-06) Praktik der Wiedererlangung der Aufmerksamkeit

01-07) Typische Fehler

01-08) Komprimierungspraktik

01-09) Zufriedenheit, "nichts-gescheht", hellgrauer Zustand

 

01-01) Tag für Tag, Minute auf Minute empfinden die Menschen negative Emotionen («NE»): Eifersucht, Selbstmitleid, Angst, Zorn, Gereiztheit, Unzufriedenheit, Gekränktheit, Wut, Zweifel, Verletztheit, Ärger, Neid, Besorgnis, Unruhe, Misstrauen, Verächtlichkeit, Scham, Rachsucht, Apathie, Bequemlichkeit, Traurigkeit, Weh, Enttäuschung, Gier. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Die in diesem Buch beschriebene Selektion attraktiver Zustände SAZ») besteht darin, unerwünschte Wahrnehmungen nach und nach in erwünschte zu wandeln. Dafür ist es erforderlich, einen freudigen Wunsch (d. h. der Wunsch, der von Vorfreude begleitet wird) dieses Wahrnehmungswechsels verspüren, und ihn so lange beharrlich und entschlossen kultivieren, bis die neue Angewohnheit die alte, irgendwann mechanisch herausgebildete Angewohnheit verdrängt. Die Bezeichnung «direkter Weg» ist gerade darauf zurückzuführen, dass dieser Weg lediglich eine einzige, aber wesentliche Voraussetzung erfordert – das Vorhandensein des freudigen Wunsches, die an deiner Stelle vorhandenen Empfindungen zu ändern.

Menschen, die sich mit der Praktik des direkten Weges beschäftigen, erzielen die vollständige Beseitigung der erkannten negativen Emotionen (siehe unten), stellen gleichzeitig aber fest, dass sie neben den stark ausgeprägten und deutlich spürbaren negativen Emotionen ständig auch viele weniger stark ausgeprägte Emotionen empfinden. Man kann ohne Übertreibung behaupten, dass fast jede Wahrnehmung von einer schwächeren negativen Emotion begleitet wird (meist eine gewisse Unzufriedenheit, negative Einstellung oder Beunruhigung), die wiederum eine kaum wahrnehmbare Kette anderer Emotionen nach sich zieht, die den ohnehin extrem dichten negativen emotionalen Hintergrund weiter verdichtet. All dies schafft eine ungeheuer giftige Atmosphäre. Die Folgen sind erschreckend, katastrophal.

Erstens, beginnt das, was man den «Alterungsprozess» nennt. Und dieser beginnt nicht mit 40, sondern bereits mit 22-25 und schreitet schnell voran. Die Haut verliert nicht nur an Glätte, sondern es wird unangenehm zum Ansehen und zum Anfassen. Der Körper und das Gesicht werden schlaff, hässlich, entstellt, verfettet oder umgekehrt mit unschöner Magerkeit befallen. Es entwickelt sich ein unangenehmer, scharfer Körpergeruch. Das Selbstempfinden lässt ständig nach, aber da dieser Prozess langsam voranschreitet, gewöhnt sich der Mensch daran und merkt sogar nicht, dass sehr unangenehme Veränderungen mit ihm vorgehen. Morgens wacht er wie zerschlagen auf, abends stürzt er in seinen Schlaf wie ins Delirium ein, Schlaffheit und Ächzer setzen ein, er braucht immer mehr Stimulatoren – Kaffee, mechanischen Sex, primitive Eindrücke. Du kannst dir die Griese anschauen. Wenn man politische Korrektheit beiseite lässt und sie mit aller Ehrlichkeit anschaut, ist das Bild, das sich einem eröffnet, erschreckend, nicht wahr? Ihre Körper und Gesichter sind die Fleischwerdung der negativen Emotionen, die sie ihr ganzes Leben lang empfanden und noch immer empfinden. Wir sind dermaßen an diesen Anblick gewöhnt, dass es für uns nicht anders sein kann, als dass das Alter unausweichlich mit Marasmus, Hässlichkeit, Leid, Stumpfsinn und Aggression verbunden ist. In Indien, Nepal, Tibet oder auf Sri Lanka gibt es in den tibetischen Klöstern hingegen sehr alte Menschen, die sich sehr von den eben beschriebenen unterscheiden. Ihre Gesichter, ihre Sprechweise und Manieren rufen eine starke Sympathie hervor, ihre gealterten Körper wirken nicht hässlich, ihre Augen können einen regelrecht verzaubern.

Zweitens, ich bin mir sicher, dass es fast keine oder gar keine Krankheit gibt, die nicht durch negative Emotionen hervorgerufen wird. Laut modernem Glauben, werden alle Krankheiten von Viren und Mikroben verursacht, aber ich bin mir sicher, dass diese Viren und Mikroben ihre zerstörende Kraft gerade in den Menschen freisetzen, die besonders stark von negativen Emotionen befallen sind. Es ist nicht schwer, einen Zusammenhang zwischen bestimmten Krankheiten und der jeweiligen Art der dominierenden negativen Emotionen herzustellen. Menschen, die Praktik des direkten Weges anwenden und immer höhere Ebenen der Freiheit von negativen Emotionen erreichen, verspüren manchmal Impulse ihrer alten Gewohnheit, negative Emotionen zu empfinden, und stellen mit Erstaunen fest, dass etwas seltsames mit ihrem Körper passiert. Sie empfinden leichte Schmerzen, einige Körperteile schmerzen sogar heftig. Es befällt sie eine Schwere, Müdigkeit, eine bestimmte körperliche Trägheit, und das nach nur einer oder gar einer halben Stunde mit negativem emotionalen Hintergrund, nach nur wenigen nicht beseitigten Ausbrüchen negativer Emotionen! In diesen Momenten wird besonders deutlich, dass wenn man die negativen Emotionen nicht beseitigt, man ständig in diesem Zustand des Schmerzes verharrt. Und Menschen empfinden immer negative Emotionen, entweder in deutlicher Form oder als «schwacher» negativer (emotionaler) Hintergrund («NH») der Besorgtheit, der Unruhe, der Unzufriedenheit, des Selbstmitleides, der Traurigkeit usw. Also, ihr Körper befindet sich ständig durch diesen Dreck unter gewaltigem Druck.

Drittens, negative Emotionen zerstören nicht nur den Körper. Sie zerstören auch vollkommen die Fähigkeit erleuchtete Wahrnehmungen («EW») zu erleben, solche wie Zärtlichkeit, Schönheitssinn, Streben, Gelassenheit, Schaffensfreude, Sympathie, Staunen, freudige Wünsche, Vorfreude, Vorahnung usw. Negative Emotionen verwandeln den Menschen in einen wandelnden Toten, der noch lange auf der Erde weilen kann, in langsamem Zerfall begriffen, außen lebendig, innen aber schon lange tot. Dieser Zustand führt auch dazu, dass sich vor diesem Menschen die Pforte zur Bewusstseinswanderung, zu neuen Entdeckungen und neuen EW für immer verschließt. Ich möchte noch einmal betonen, dass geistige Übungen, Yoga und Meditation, Gebete und Verbeugungen nur dann zum Ergebnis führen, wenn man vor allem die makellose Beseitigung negativer Emotionen und fortwährende EW anstrebt. Solange es negative Emotionen gibt, nichts ist möglich. Beseitigung negativer Emotionen und Entdeckung in sich selbst erleuchteter Wahrnehmungen ermöglichen eine unglaubliche Bewusstseinswanderung, unabhängig von der Richtung deiner geistigen Praktik.

Ich bin davon überzeugt, dass das wahrhafte Streben nach EW bei jedem früher oder später zu deutlichen oder weniger deutlichen Resultaten führt, egal, ob man Buddhist, Anhänger von Hare-Krischna oder orthodox ist. Ob du an einen Gott-in-Form, oder an einen gestaltlosen Gott glaubst, ob du Atheist oder Darwinist, Esoteriker oder Tantriker bist, egal, ob du Anhänger einer alten Sekte oder Verehrer einer neu geschaffenen bist, entscheidend ist allein dein wahrhafter Wunsch, EW zu empfinden. Wenn du negative Emotionen und Dogmatismen ablehnst, wenn du irgendeine Praktik anwendest, die darauf gerichtet ist, EW zu erfahren und negative Emotionen abzustellen, dann wirst du Resultate erzielen, dein Leben wird interessanter und erfüllter sein. Mit NE Nachsicht zu haben, sie zu verstecken, zu rechtfertigen oder sich selbst zu betrügen und vorzugeben, keine negativen Emotionen zu verspüren, ist der Weg in eine ausweglose Sackgasse, das führt nur zur Zerstörung, zum Marasmus und intensiven Leiden.

Eine Gesellschaft, die negative Emotionen und Dogmatismen nicht vehement ablehnt, wird nie in Frieden leben, sosehr sie auch ihre Gesetze vervollständigt und Strafen verschärft und welche Geräte und Mechanismen sie auch immer einsetzen wird. Eine Gemeinschaft, die Praktik des direkten Weges praktiziert, stellt ein einzigartiges Beispiel einer Gemeinschaft neuen Typs dar. Eine Gemeinschaft, die vollkommen stabil ist, da es darin einfach keinerlei zerstörerischen Kräfte gibt, weil jeder Impuls von Aggression, Erbitterung, Selbstmitleid, Habsucht, Hochmut oder Minderwertigkeitsgefühl wird sofort beseitigt, oder solche Beseitigung wird mindestens angestrebt. Daraus erwächst ein starkes Sympathieempfinden, ein starker Wunsch nach erleuchteten Wahrnehmungen für sich selbst und für die Mitmenschen, Hingabe, Zärtlichkeit, der Wunsch der gegenseitigen Mitwirkung usw. Und selbst eine Gemeinschaft, die sich nicht zur Aufgabe macht, negative Emotionen und Dogmatismus zu beseitigen, die aber mit der Praktik des direkten Weges sympathisiert und "Mordas» Bestrebungen unterstützen möchte, unterscheidet sich stark von anderen durch eine außergewöhnliche Friedlichkeit (die nicht mit Wehrlosigkeit und Infantilität zu verwechseln ist) und durch Beständigkeit.

Die Welt, in der wir leben, ist in erster Linie eine Welt negativer Emotionen. Dies kann man ohne Übertreibung behaupten. Sie treten in so einer vielfältigen Form auf und sind derart stark mit dem Leben verbunden, dass es zuweilen scheint, als gebe es nur sie. Es scheint, als könne der Mensch sie nur noch weiter verfeinern, noch komplexer machen, indem er sie miteinander verknüpft und verbindet, so dass sie noch vielschichtiger und intensiver werden. Negative Emotionen sind überall vorhanden, sie werden aufgedrängt und kultiviert. Ich beziehe mich hierbei nicht nur auf solch offensichtliche Erscheinungen, wie die Gewaltverherrlichung in Nachrichten und Filmen. Auch in belletristischen Büchern, die als gut und tiefsinnig gelten, lassen sich «raffinierte», starke, komplexe negative Emotionen finden. Vermischen sich beim Leser positive Emotionen («PE») mit diesen negativen Emotionen, dann wird das Buch für «gut» befunden. Und wo findet man andere Bücher, die das Leben, das mit EW überfüllt ist, beschreiben? Wer könnte sie schreiben? Um darüber schreiben zu können, muss man selbst entsprechende Erfahrungen machen und stets danach streben, diese zu verfestigen. Ausdenken kann man sich das nicht, weshalb es auch nur sehr wenige Bücher zu dem Thema gibt, darunter die Bücher von Castaneda, Taisha Abelar, Florinda Donner, «Ramakrishna and his disciples» von Christopher Isherwood, «Sri Aurobindo oder Das Abenteuer des Bewusstseins» von Satprem, «Mahamudra» von Takpo Tashi Namgyal und Dalai Lama, «Lam rim» von Dsche Tsongkapa, «Das Notizbuch» von Krishnamurti, «Yoga-Sutra» von Patanjali, «Regenbogenbilder» von Tulku Urgyen Rinpoche, «Wonders of the Natural Mind»von Tenzin Wangyal und «Milarepa – Tibets großer Yogi» von Evans-Wentz.

Eine der größten Irrtümer ist, dass die Menschen davon ausgehen, dass sie nicht freiwillig negative Emotionen empfinden, sondern dass andere Leute oder bestimmte Umstände sie dazu «zwingen». Diese Konzeption ist aber hundertprozentig irrig. Geht man von dieser Denkweise aus, dann ist selbst der machtlos, der seine negativen Emotionen ganz oder zumindest teilweise beseitigen möchte. Basierend auf meinen eigenen Erfahrungen und auf den Erfahrungen anderer Menschen, die sich mit der Praktik des direkten Weges beschäftigen, kann ich bestätigen, dass es nur von einem selbst, von seinen eigenen Anstrengungen zur Überwindung dieser fürchterlichen Angewohnheit abhängt, ob man negative Emotionen verspürt oder nicht.

Der von der Vorfreude begleitete freudige Wunsch, die Umstände zu ändern, steht in vollkommenem Einklang mit der Praktik der Beseitigung negativer Emotionen unter den schon gegebenen Umständen, mit der Klarheit dessen, dass nicht die Umstände negative Emotionen hervorrufen, sondern dass es nur um die Angewohnheit handelt, unter den bestimmten Umständen negative Emotionen zu empfinden. Daher ist es möglich, negative Emotionen unter den gegebenen Umständen makellos zu beseitigen und zu erleuchteten Wahrnehmungen zu gelangen. Dabei kann man gleichzeitig den freudigen Wunsch verspüren, die Umstände zu ändern, und sich diesem Ziel mit ganzer Kraft widmen.

Es gibt keinerlei Umstände, die die Ausübung dieser Praktik verhindern könnten. Je unerträglicher eine Situation für dich ist, umso schneller verspürst du negative Emotionen. In diesem Fall kannst du dich besonders intensiv in der Beseitigung dieser Emotionen üben und umso deutlichere Ergebnisse erzielen. Selbst unter den schwersten Bedingungen empfindet der Praktizierende folglich Begeisterung, Entschiedenheit und Vorfreude (siehe auch den Abschnitt «Stalking»). In einer aggressiven Umgebung kann der Praktizierende sich darin üben, die negativen Emotionen makellos zu beseitigen. In einer angenehmen Umgebung kann der Praktizierende sich in der Bekämpfung von Zufriedenheit und Fadheit üben. Solange du lebst, sind alle Umstände ideal zum Praktizieren. Gleichzeitig fängt man an die entstehende Umstände ganz anders zu nehmen, nicht als eine chaotische Anhäufung von Ereignissen, sondern als etwas Lebendiges, Sensibles.

Ist es möglich, sich vollkommen von negativen Emotionen zu befreien? Negative Emotionen sind derart zum Bestandteil des Lebens geworden, dass die Menschen selbst die Idee der Befreiung von NE negativ wahrnehmen. Sie stellen sich ein Leben ohne negative Emotionen vor und fragen sich, wie ihr Leben ohne sie aussehen soll. Sie haben die Vorstellung, dass sie ohne ihre negativen Emotionen zu einem gefühlslosen Holzklotz werden. Sie sind derart hach NE süchtig, dass sie sich nicht vorstellen können, es gebe etwas außer ihnen, obwohl viele Menschen manchmal Schimmer der EW erlebten, insbesondere in ihrer frühen Kindheit.

Man kann beliebige Menschen fragen, ob sie schon einmal negative Emotionen empfunden haben. Die meisten werden antworten: «Natürlich, manchmal.» Das Wort «natürlich» verdeutlicht die verbreitete feste Überzeugung, dass negative Emotionen unabdingbar, also ganz natürlich, sind. Das Wort «manchmal» verdeutlicht den Selbstbetrug, denn Menschen haben negative Emotionen oder einen negativen Hintergrund nicht nur manchmal, sondern ständig. Je ausgeprägter die Angewohnheit zur Empfindung negativer Emotionen ist, umso weniger ist sich der Mensch ihres Vorhandenseins bewusst. Das führt dazu, dass er bald nur einen heftigen Aggressionsanfall mit nachfolgendem Herzinfarkt als NE identifiziert, und die restliche Zeit sieht er als NE-freie an. Es ist ungeheuer und kaum zum Ausdruck zu bringen, wie unendlich dominant negative Emotionen sind. 99,99 % der ihm zur Verfügung stehender Zeit empfindet der Mensch mehr oder weniger starke negative Emotionen, einen mehr oder weniger ausgeprägten negativen Hintergrund, in die sich ab und zu positive Emotionen mischen. Nichts Lebendiges kann in einer solch vergiftenden Umgebung überleben. Aber auch die positiven Emotionen sind nur ein schwacher Trost, denn tatsächlich sind sie die Kehrseite der negativen Emotionen und vergiften kaum weniger. Zu den positiven Emotionen gehören die Besitzfreude (Besitz an Aufmerksamkeit, materiellen Dingen oder Macht), Schadenfreude, Selbstzufriedenheit, Zufriedenheit, Selbstbewunderung, Eigendünkel, Hochmut, Stolz usw. Diese positiven Emotionen sind nicht nur mit EW unvereinbar, sie rufen sogar noch stärkere negative Emotionen hervor, denn je ausgeprägter beispielsweise der Eigendünkel eines Menschen ist, umso leichter fühlt er sich verletzt, umso mehr sieht er sein Selbstempfinden durch die Umgebung bedroht und umso häufiger und leichter empfindet er Unzufriedenheit, Wut, Erbitterung und Aggression. Bei manchen Menschen mischen sich zu einigen positiven Emotionen erleuchtete Wahrnehmungen, manchmal gleichen die positiven Emotionen auch die negativen Emotionen aus (Zufriedenheit kompensiert z. B. Unzufriedenheit), und in solchen kurzen Momenten relativer Freiheit von negativen und positiven Emotionen können erleuchtete Wahrnehmungen kurz durchdringen, aber sie sind zu schwach und können mit der Zeit ganz verschwinden.

NE sind Gift, Drogenrausch. Sie wirken tödlich, aber bereiten auch ein gewisses «Vergnügen». Sobald man versucht «Schluss zu machen», beginnen jedoch die Entzugserscheinungen, die Angst vor der Freiheit. Negative Emotionen «unterhalten» den Menschen, er galvanisiert und definiert diesen Vorgang als Leben. Und diese «Unterhaltung» ist nichts anderes, als positive Emotionen. Die Wut gegenüber dem Feind wird beim Gedanken an Rache von Schadenfreude begleitet. Traurigkeit bei einem Verlust wird von Zufriedenheit begleitet, der Zufriedenheit darüber, dass man bemitleidet wird, Aufmerksamkeit bekommt. Aus diesem Grund betrachten Menschen negative Emotionen als etwas wertvolles, als Möglichkeit, positive Emotionen zu empfinden. Allein der Gedanke an das Leben ohne negative Emotionen ruft die Angst hervor, keine positiven Emotionen mehr empfinden zu können, sowohl Selbstmitleid, Skepsis und sogar Aggression. Wie tot muss jemand sein, der an negativen Emotionen festhält, um sich «lebendig» zu fühlen. Die mit negativen Emotionen verbundene «Erleichterung» ist vergleichbar mit der Erleichterung, die man spürt, wenn man etwas Vergiftetes gegessen hat: zuerst geht es einem sehr schlecht, aber danach tritt eine Erleichterung ein. Je stärker die Vergiftung, umso deutlicher verspürt man die anschließende Erleichterung. So kommt es, dass Menschen negative Emotionen absichtlich pflegen, da sie keine erleuchteten Wahrnehmungen erleben können, sogar nicht einmal davon träumen, und sich daran gewöhnen, dass das Leben fade und eintönig ist. Schon mit 25, 30 Jahren beginnen die Menschen, den Tod als Erlösung von der Eintönigkeit, negativen Emotionen und Krankheiten zu erwarten und beschleunigen damit nur ihre Alterung, ihren Zerfall.

Die Freiheit von negativen Emotionen ist dennoch möglich. Die von mir entwickelte Praktik führt zu dieser Freiheit. Die Überwindung negativer Emotionen ist der erste Schritt auf diesem Weg, nach dem sich dem Praktizierenden schier unendliche Bewusstseinsräume eröffnen. Es gibt Menschen, die zugeben, dass man NE abschwächen kann. Sie glauben aber nicht, dass man dieses Ziel nur mit eigenen Anstrengungen erreichen kann. Deshalb suchen sie nach einer «Not-Aus-Taste» («NAT»), die man nur zu drücken braucht und schon gibt es keine Leiden mehr. Auf der Suche nach diesem "Knopf» beschäftigen sie sich mit Yoga, machen Atemübungen, nehmen verschiedene Posen ein, lesen Mantras vor, singen Hymnen etc., tun also alles Mögliche, außer direkten Anstrengungen zur Beseitigung negativer Emotionen und zur Erlangung erleuchteter Wahrnehmungen. Einige NE können dabei für kurze Zeit tatsächlich schwächer werden. Dieser Effekt ist aber nur vorübergehend und sehr schwach, früher oder später lässt die Aufmerksamkeit nach und zieht zurück auf NE. Schließlich kann man nicht rund um die Uhr ununterbrochen Mantras singen, man muss aufstehen, essen, arbeiten, Leute treffen, schlafen, und dann greifen die negativen Emotionen wieder an. Die tibetischen Mönche glauben, dass sie in ferner Zukunft, nach Hunderten von Wiedergeburten keine negativen Emotionen mehr empfinden werden. Auch sie glauben nicht, dass man diesen Zustand nicht erst in 500 Jahren, sondern sofort erreichen kann, nach nur wenigen Jahren kontinuierlicher Arbeit.

Um Missverständnisse zu vermeiden, möchte ich an dieser Stelle den Begriff «Anstrengung» definieren. Ich verstehe darunter einen konzentrierten, sehr intensiven und freudigen Wunsch. «Konzentriert» bedeutet, dass es keine Zerstreuung durch chaotische Ablenkungen gibt. «Freudig» bedeutet, dass der Wunsch von Vorfreude, Frische und froher Vorahnung begleitet wird. «Anstrengungen zur Beseitigung negativer Emotionen unternehmen» bedeutet nicht, Muskel anzuspannen, Zähne zusammenzubeißen oder zu schnaufen. Es bedeutet, sehr stark zu wollen, keine negativen Emotionen mehr empfinden und sehr stark zu wollen, EW erleben. Der konzentrierte, intensive und freudige Wunsch führt dazu, dass sich die Wahrnehmungen dementsprechend ändern. Je beharrlicher und entschlossener man sich darin übt, umso geschickter wird man und umso wirkungsvoller wird die Anstrengung. Wie dies geschieht, wie deine Anstrengungen zu Veränderungen führen, ist ein Geheimnis. Auch mir ist es verborgen. Da aber eindeutig Veränderungen eintreten, nutze ich es und erreiche mein Ziel. Die meisten Menschen sind sich solcher Eigenschaft der Anstrengungen nicht bewusst, da ihre Wünsche entweder zu schwach oder zu undeutlich sind, oder nicht durch das Streben nach EW motiviert sind, also nicht freudig sind, sondern aus Angst, anderen negativen Emotionen oder aus dem Wunsch, sich zu wehren oder anzugreifen resultieren.

Nun möchte ich noch zwei Wörter aufführen, mit denen der Begriff «Anstrengung» genau beschrieben werden kann – «sich zurückversetzen» und «sich hineinversetzen». «Anstrengungen zur Beseitigung negativer Emotionen unternehmen» ist gleichbedeutend mit «sich in einen Zustand zurückversetzen, in dem es keine negativen Emotionen gab» oder «sich in einen Zustand ohne negative Emotionen hineinversetzen». «Anstrengungen zur Erlangung erleuchteter Wahrnehmungen unternehmen» ist gleichbedeutend mit «sich in einen Zustand zurückversetzen, in dem du EW erlebt hast» oder «sich in EW hineinversetzen». Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass es nicht ausreicht, einfach daran zu denken, wie man irgendwann einmal EW erlebt hat. Man muss sich in diesen Zustand eben zurückversetzen. Da alle Wahrnehmungen nur hier und jetzt existieren, bedeutet «sich in EW zurückversetzen» gleichzeitig, «hier und jetzt EW erleben».

Zu einer Höchstanstrengung kommt es dann, wenn man das tut, was man als unmöglich betrachtet, wenn man mit seinen Anstrengungen entgegen den Skeptiker-Gedanken, entgegen welcher Hindernisse auch immer fortfährt.

 

Eine moderne Welt ohne Wissenschaft ist heute undenkbar. Die Wissenschaftler erforschen die Eigenschaften von Materialien, suchen nach Gesetzmäßigkeiten und nach Möglichkeiten, die gewünschten Eigenschaften eines Materials zu erlangen. Die gewonnenen Erkenntnisse benutzen sie dann, um Wahrnehmungen zu ersetzen. Die Wahrnehmung von Kälte wurde durch die Wahrnehmung von Wärme ersetzt, als die Menschen löchrige, nasse Felle und Holzschuhe durch Jacken und Wanderschuhe ersetzten. Das Empfinden von Zahnschmerzen wird durch moderne Technik beseitigt. Und doch gab es Zeiten ohne Wissenschaft, Zeiten in denen man diejenigen, die die Eigenschaften von Materialien erforschten oder die Strukturen von Lebewesen studierten verfolgte, der Gottlosigkeit beschuldigte usw. Mache dich dessen bewusst, dass sich die Menschheit jetzt auf der nächsten Entwicklungsstufe der Zivilisation befindet. Moderne Menschen sind davon überzeugt, dass sich Ärger keinerlei in Sympathie, Schwermut in Hingabe und Schönheitsempfinden usw. ändern lässt. Niemand erforscht die Eigenschaften unserer Wahrnehmungen, niemand übt sich darin, sie zu ersetzen, indem er sich vom freudigen Wunsch, von der Vorfreude und dem gesunden Menschenverstand leiten lässt. Ganz im Gegenteil, diejenigen, die sich damit beschäftigen, droht man mit schrecklichen göttlichen Vergeltungen. Man wirft diesen Menschen vor, dass sie das «natürliche Gleichgewicht der menschlichen Natur» zerstören, da negative Emotionen, wenn sie schon existieren, einen Sinn haben müssen. Auf diesem Hintergrund ist jedoch unverständlich, warum diese Menschen weiterhin zum Zahnarzt gehen, warme Kleidung anziehen und Kondome benutzen. Ihrem Glauben nach müssten Zahnschmerzen, Kälte und AIDS ja einen Sinn haben. Diejenigen, die dem Glauben unterliegen, dass negative Emotionen unabdingbarer Bestandteil des Lebens sind und dass die Einmischung in den «natürlichen Lauf der Dinge» zu einem «Ungleichgewicht» führt, möchte ich daran erinnern, dass wenn der Mensch auch mit bestimmten Wahrnehmungen geschaffen wurde, unter diesen Wahrnehmungen es aber auch den freudigen Wunsch, sich zu ändern, den Wunsch, Leid zu beenden und EW zu erlangen, gibt.

Und noch eines möchte ich besonders betonen. Es kommt vor, dass ein Mensch, der von einer falschen Annahme, vor Angst vor Bestrafung oder aus Achtung einer Autorität Änderungen in seinem Leben vornimmt, diese anschließend aber gerne wieder rückgängig machten möchte, zu seinem alten Leben zurückkehren möchte. Manchmal fängt er an nach etwas ganz neuem zu suchen, weil ihn das Erreichte nicht zufrieden stellt. Seine großen Erwartungen wurden nicht erfüllt. Ein Mensch, dem es gelungen ist, auch nur einen einzelnen NE-Ausbruch zu beseitigen und der zu EW gelangt ist, kann sich in diesem Moment überhaupt nicht vorstellen, dass er wieder in den Zustand zurückkehrt, in dem es keine EW, aber NE gibt. Dieser Zustand ist für ihn mit dem Tod vergleichbar oder sogar mit etwas schrecklicherem als dem Tod. Je häufiger ein Praktizierender erleuchtete Wahrnehmungen erlebt, umso stärker strebt er danach, diesen Zustand zu festigen, seine frühere Angewohnheit der negativen Emotionen mit aller Kraft zu beenden. Die neue Realität zieht unvergleichbar mehr an als die frühere.

Die Menschheit tritt in eine neue Epoche ein. Die Menschen beginnen, die Wahrnehmungen als eigene «Bestandteile» zu erforschen, sich mit ihren Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten zu beschäftigen, freudige Wünsche zu offenbaren, die die von ihnen empfundenen Wahrnehmungen ändern, und optimale Technologien für diese Änderungen zu entwickeln. Früher entdeckten Forscher bei der Erforschung der ihnen bekannten Materien neue Materien, die ganz neue, einzigartige Eigenschaften aufwiesen. Das gleiche passiert hier. In dem Maße, in dem negative Emotionen durch EW ersetzt werden, kommen neue erleuchtete Wahrnehmungen hinzu, die so verwunderlich sind, dass niemand sie sich auch nur hätte vorstellen können. Es beginnt die Epoche der Manipulierung der Wahrnehmungen, die das Konglomerat ausmachen, das als «Mensch» bezeichnet wird. Es beginnt eine neue, einzigartige Wanderung des Menschen. Die Besonderheit dieser Wanderung besteht darin, dass es sich nicht um die berüchtigte «Bewusstseinswanderung» handelt, unter der in der Regel ein emotionaler oder geistiger Prozess verstanden wird, der von der gegenständlichen Realität abgetrennt ist, von Empfindungen, also vom physischen Körper, vom Alltag. Auf diese neue Wanderung begibt sich der Mensch vollkommen. Diese Wanderung umfasst mehr als Phantasieren und philosophische Termini sammeln und dabei immer mehr negative Emotionen und keine freudigen Wünsche zu verspüren, unter Krankheiten zu leiden und sich immer schlechter zu fühlen. Der Körper des Menschen ist ebenfalls eine Ansammlung von Wahrnehmungen, die wir «Empfindungen» nennen. Diese Wahrnehmungen kann man ebenfalls durch direkte Anstrengungen durch anderen ersetzen (Apathie kann beispielsweise durch Munterkeit, Unwohlsein durch Wohlsein ersetzt werden). Darüber hinaus macht der Körper eine Wandlung durch, er verändert sich, sobald die negativen Emotionen aus der Gesamtheit der Wahrnehmungen verschwunden und an ihre Stelle erleuchtete Wahrnehmungen treten.

Momentan (Jahr 2005) gibt es nur wenige solche Wanderer, etwas über 20 Leute (ich meine «Mordas»). Aber im Jahr 2000, als ich mit meiner Arbeit erst begonnen habe, sie gab es nicht mal eine. Und ich bin jetzt überzeugt, das es bald mehr Mordas gibt, viel mehr, da für solche Art Wanderung braucht man kein Geld, kein Auto, keine Ausbildung, keine Beziehungen oder Erbanlagen. Sie setz lediglich drei Dinge voraus - zu wissen, dass diese Wanderung möglich ist (darüber schreibe ich in meinem Buch), am Leben zu sein und nach Glücklichkeit, EW und Leidenfreiheit zu streben. Deshalb bin ich mir sicher, dass die Anzahl von Mordas von Jahr zu Jahr steigern wird, und eines Tages wird es sie Hunderte und Tausende geben. Um dies zu erreichen, setze ich alle meine Kräfte, die ganze Zeit und alle vorhandene Mittel ein. Und tue das gerne. Ich verspüre höchstintensive Vorfreude bei der Verwirklichung meiner freudigen Wünsche in Realisierung der «Morda-Projekten» - ich baue eine Infrastruktur für die neue Morda-Kultur auf, organisiere Übersetzung meines Buches in mehrere Sprachen, wirke für Mordas bei der Ausübung ihrer Praktik mit, damit sie später zu Experten für meine Lehre und EW-Träger werden, dass sie künftig die Anfänger auch selbständig unterstützen könnten.

Die Mindestaufgabe für «Mordas» bestehet zunächst im Meistern des «bewussten Träumens» und der Fertigkeit außerkörperliche Erfahrungen zu machen, und dann im Erlernen sowohl beim Absterben des physischen Körpers (wann und wenn er abstirbt), als auch in der Zeit zwischen dem Tod des alten Körpers und der Geburt eines neuen, die Bewusstheit zu behalten, damit sie sich in «neuem Leben» an ihre Praktik erinnern und weiter praktizieren können, beginnend vom Standpunkt, wo sie im «früheren Leben» stehen blieben. Für eine sichere Ausführung dieses Versuches ist es zwingend erforderlich, alle NE zu beseitigen und zu fortwährenden, möglichst ekstatischen, EW zu gelangen. Vereinzelt haben die Menschen solche Erfahrungen schon gehabt. Zum Beispiel, Dalai Lama der XIV, Karmapa der XVII und Hunderte von weniger bekannten tibetischen Mönchen wurden «Tulkus» - Menschen, die mit mehr oder weniger Verlust an der Selbstbewusstheit und dem Vermögen die Erfahrung der vorherigen Leben zu behalten, ihr Bewusstsein in die neuen Körper hineinversetzen konnten.

NE sind durch folgende Merkmale gekennzeichnet:

1) Sie resultieren in Stumpfsinn;

2) Man fühlt sich vergiftet und unwohl;

3) Die Lebenslust, Enthusiasmus, freudige Wünsche gehen verloren;

4) Ihr Ablauf ist unvereinbar mit klarem Denken (NE sind immer vom Stumpfsinn begleitet);

5) Ihr Ablauf ist unvereinbar mit EW;

6) Unter dem Einfluss negativer Emotionen wirkt man wie ein vorprogrammierter Roboter, dessen Aktionen und Reaktionen sich leicht prognostizieren lassen und äußerst unwirksam sind;

7) Man kann ihr Flut ohne beharrlichen und entschlossenen Training kaum überwinden, nur der Wunsch alleine, dass negative Emotionen in einer bestimmten Situation ausbleiben, reicht nicht aus, man verspürt sie trotzdem – so stark ist die Macht der tausendmal ausgeübten Gewohnheit.

 

Merkmale positiver Emotionen:

1) Sie sind genaue Gegenteile negativer Emotionen: Neid – Schadenfreude, Unzufriedenheit – Zufriedenheit, Minderwertigkeitsgefühl – Eigendünkel, Besorgtheit – schwunglose Ruhe, Trauer über Niederlage – Siegesfreude, Einsamkeitsgefühl – krankhafte Freundschaftlichkeit, Liebedienerei usw.;

2) Sie resultieren in Leerheit, Prostration, Gleichgültigkeit;

3) Man fühlt sich vergiftet und unwohl, wenn diese Erscheinungen auch nicht so stark wie von NE ausprägen;

4) Sie werden vom Angst begleitet, dass sie früher oder später aufhören, und dann man wieder zu den NE zurückkehrt;

5) Ihr Ablauf ist fast hundertprozentig unvereinbar mit EW, die Ausnahme bilden Situationen, wenn positive Emotionen die negativen ausgleichen, und dann in diese Lücke kann ein Schimmer der EW durchdringen;

6) Ihr Ablauf ist unvereinbar mit klarem Denken, wenn es auch nicht so ausgeprägt ist, wie beim Verspüren negativer Emotionen;

7) Man weist dieselbe «vorprogrammierte» Denkweise und leicht zu prognostizierende Reaktionen auf, dieselbe Unwirksamkeit der Aktivitäten;

8) Die Abhängigkeit von PE gleicht der Drogenabhängigkeit – Entzug führt zu «schmerzhaften Entzugserscheinungen», die nichts anderes als sehr starke NE sind.

 

Ein Mensch, der in NE versunken ist, ist nahezu unfähig die PE von EW zu trennen, weil er EW sehr selten erlebt. Deshalb wird in SAZ vor allem die Beseitigung negativer Emotionen hervorgehoben, da sie für alle offensichtlich giftig, quälend und lästig sind. Bei der Erlangung eines gewissen Grades der NE-Freiheit, fangen die PE sich an zu spalten. Einige wird man als offensichtlich lästige NE-Gegenspieler unterscheiden, während die andere man weiter empfinden und von Giftablagerungen reinigen wollen wird, bis daraus der Kern der EW ausschmelzt. Zum Teil werden PE auch von selbst verschwinden, ohne jegliche Anstrengungen, sobald ihre Gegenspieler beseitigt worden sind. Zum Beispiel, bei der Beseitigung des Neides hört die Schadenfreude ebenfalls auf.

Im Unterschied zu positiven Emotionen, hören EW niemals auf, während der Praktizierende in der NE-Beseitigung fortschreitet. Ganz im Gegenteil, ihre Eigenschaften prägen sich immer mehr aus. Darunter: a) Erscheinungsfrequenz, b)Intensität, c)Tiefe (o. Palettenbreite), d)Durchdringungsfähigkeit (o. Grad der Absonderung von Nebenwahrnehmungen, «Reinheit») und e)Resonanzvermögen (Vermögen einer einzelnen EW die Ausbruch von der ganzen Kette anderer EW auslösen).

Positive Emotionen haben noch eine kennzeichnende Eigenschaft, die sie von EW unterscheidet. Sie sind immer objektorientiert, egal wie intensiv sie zum Vorschein kommen. Auch starke Schadenfreude ist immer Freude über etwas bestimmtes, es ist immer eine bestimmte Person gemeint. Dasselbe betrifft auch NE. EW im Gegenteil verfügen über eine einzigartige Eigenschaft bei ihrer Intensivierung objektlos zu werden, besonders in der ekstatischen Phase.

Man benutzt Fachausdruck «psychische Krankheit», und bezeichnet damit alles, was ungewöhnlich ist. Läuft man nackt herum – krank! Nimmt man Eisbad – krank! Möchte man auf Dauer als Single leben – krank! Liebt man die Eltern nicht – ist man absolut krank! Ich schlage eine andere Definition vor: psychisch krank ist derjenige, der gegen eigenen Willen bestimmte Gedanken, Emotionen oder Wünsche verspürt. Wenn du keine NE empfinden willst, aber sie trotzdem weiter empfindest, bist du psychisch krank. Und diese Klarheit festigt den Wunsch, gesund, also, NE-frei, zu werden.

Eine der Hauptschwierigkeiten bei der Beseitigung von NE ist die Fehlinterpretation der NE als einen «wesentlichen Bestandteil des Selbst», als persönliches Eigentum. Und je ausgeprägter die Habgier eines Menschen ist, desto unmöglicher ist es für ihn, seine «Habschaft» loswerden zu wollen, selbst wenn diese «Habschaft» nur Leiden darstellt. Außerdem nach dem NE-Anfall rechnet er auf eine Dosis PE. Während man sich mit der NE-Beseitigung beschäftigt, lassen die Ängste allmählich nach, ihre Absurdität prägt sich stark aus, da mit der Beseitigung negativer Emotionen werden EW-Ausbrüche immer deutlicher zum Vorschein kommen. Und jeder solche Ausbruch sehr klar ein Dilemma ausleuchtet: entweder das eine, oder das andere. Man steht vor der Wahl, einerseits – NE, anderseits – erstaunliche Berührung erleuchteter Wahrnehmungen.

NE sind kein wesentlicher Bestandteil der Persönlichkeit, sie sind bloß ein Tumor. Oft spricht man von so genannten «Persönlichkeitseigenschaften», und meint damit, dass diese Eigenschaften menscheneigen und unabhängig von allen Umständen sind. Dass diese Eigenschaften uns bei der Geburt gegeben oder in der Kindheit festanerzogen sind, und wenn sie sich überhaupt korrigieren lassen, dann nur minimal. Wenn eine sagt: «Ich bin so reizbar», damit meint sie, dass es um eine «Persönlichkeitseigenschaft» oder «Charakterzug» geht. Dabei wird es angenommen, dass die Gereiztheit bei den bestimmten Umständen zwangsläufig auftreten muss, d. h., dass man sich einen beständigen und festen «Zusammenhang» zwischen den Umständen und NE einbildet. Außerdem denkt man sich irgendeine besondere «Natur» dieser «Eigenschaft» aus, die sich von einer einfachen Geschwulst unterscheidet, die ohne weiteres entweder zu hegen, oder zu beseitigen ist. Alle derartigen «Eigenschaften» sind nur sich tief eingefressene Gewohnheiten, NE zu empfinden. Es gibt keine «Zusammenhänge», es gibt lediglich eine Angewohnheit, die sich ändern lässt.

Wenn du feststellst, dass alle NE beseitigt werden, oder dass es eben gerade keine NE gibt, und zu gleicher Zeit gibt es keine leuchtende EW, dann heißt das, dass du eben gerade einen negativen (emotionalen) HintergrundNH») verspürst. NH besteht aus denselben NE von schwacher Intensität, sie sind wie «zerstreut» als eine tiefste NE-Schicht. Sie haben keine ausgeprägte Ausbrüche. Und wenn so ein Ausbruch stattfindet, wird er als eine herkömmliche NE erkannt. Und häufig kannst du nicht ahnen, dass diese NE nicht aus dem Nichts entstehen, sondern dass dein augenblicklicher NH sie einspeist. Negativer Huntergrund ist zeitlich sehr ausgedehnt, er kann stundenlang dauern. Wochenlang. Lebenslang. Einen so fest abgewöhnten NH festzustellen, ist nicht leicht. Dafür ist es zweckmäßig deinen Partner in der Praktik ums Rat zu bitten, da ein Mensch mit eigener Erfahrung in der Beseitigung von NE, NEZ und NH kann in dir die Anzeichen deines negativen Hintergrundes erkennt, mit dem du dich fest identifizierst. Wenn es eine solche Möglichkeit nicht gibt, ist es notwendig eigene Aufmerksamkeit zu verstärken und verschiedene Praktiken für NH-Auffindung anwenden. Wirksam ist z. B. die Praktik des emotionalen Polierens (siehe unten). Man kann auch die Gedanken durchsehen und schauen, mit welchen von allen dein NH eine deutlichste Resonanz aufweißt. Und das ermöglicht schließlich, den NH festzustellen. Er kann aus der Beängstigung vor der ungewissen Zukunft bestehen, aus der Angst ums Kind, vor den Eltern, vor den Beurteilungen anderer Menschen, sowohl aus der Gehemmtheit oder Fadheit. Jeder hat was anderes.

Erleuchteter Huntergrund («EH») stellt man auf gleicher Weise wie NH fest.

Führen wir einen Begriff «negative Dominante» ein. Leute sagen oft, dass sie ziemlich NE-frei sind, und manche behaupten sogar, dass sie stunden- oder tagelang gar keine NE und NH empfinden. Dabei ist es ganz offensichtlich, dass sie vor NE und NH so geschwellt sind, dass das ganze Gesicht verzogen aussieht und der Körper so angespannt ist, dass man nur wundern kann, wie derjenige das ganze selbst nicht merkt? Negative Dominante ist eine solche NE oder solcher NH, mit dem du dich so sehr eingelebt hast, dass du dir nicht nur kein Leben ohne ihm vorstellen kannst, sondern auch überhaupt nicht merkst, dass du ihm ständig verspürst! Ich sage es nochmal: Wenn man im Augenblick völlig NE-frei ist, erlebt man sofort leuchtende, beständige EW. Und wenn sie ausbleiben, dann heißt das, dass es eben grade eine NE, NH oder NEZ gibt, und zwar – negative Dominante.

Lass dich nicht mit bloßem Gerede über das Praktizieren begnügen, nimm unverzüglich einen ernsthaften Kampf um die Befreiung auf. Kämpfe! Wie lange kannst du das noch ertragen? Ich gebe zu, dass es recht schwer ist, das Empfinden von NE abzustellen. Aber damit zu leben findest du leichter? Mit der NE-Beseitigung anzufangen, ist der allererste Schritt. Solange du selbst diesen Schritt nicht gemacht hast, hast du gar nichts gemacht, und alles ist vor dir geschlossen. Wie lange kannst du noch Zeit für den allerersten Schritt vergeuden? Da vorne liegen grandiose Weiten der erleuchteten Wahrnehmungen, während du hier dieses Gift mit Höflichkeiten behandelst ... Stell dir vor, dass du eine Felskletterin bist, die einen Berggipfel angeht. Und er ist kein einfacher Gipfel. Es gibt viele Menschen, die sich «Gurus», «Erleuchtete» oder «Meister» nennen. Aber hast du unter ihnen wenigstens einen vollkommen NE-freien Menschen gesehen? Dieser Gipfel wird nur von wenigen erobert, aber nicht deshalb, weil er so unnahbar ist, sondern weil keiner sich das zur Aufgabe macht. Keiner beseitigt negative Emotionen mit direkten Anstrengungen, alle suchen Umwege oder NAT, wie Mantras und Stellungen. Biete deine ganze Entschlossenheit, Beharrlichkeit und die ganze Liebe zum Leben auf, da wenn diese Aufgabe nicht gelöst wird, wirst du das Schicksal deiner Mitmenschen teilen. Schau mal die Greisinnen an, die zu Verkörperung negativer Emotionen geworden sind. Bist du dir sicher, dass dir solches Leben passt? Schau mal die Jugendliche an, die nichts sagende Augen haben und krampfartig von NE und vom Stumpfsinn zu PE und noch größerem Stumpfsinn weglaufen.

Schau mal die Leute um 30-40 an, die ständig eine Maske der «Verdüsterungen» (siehe unten) auf dem Gesicht tragen, die schon längst die letzte Hoffnung aufgegeben haben. Willst du eine von ihnen sein? Wenn nicht, dann kämpfe! Stell dir vor, dass du eine Amazone, Felskletterin oder Hexe bist, da du dich wirklich über alle Maßen anstrengen muss. Aber nicht für eine «glückliche Zukunft», sondern für das Erleben von EW, die du jetzt sofort erfahren kannst, wenn du die nächste NE beseitigt hast.

Jeder Schritt – eine neue Freiheitsstufe, jeder Tag – neue Erfahrungen von EW, neue Erkenntnisse. Dein Leben verwandelt sich in das unaufhörlichen Schaffen und in das Genießen mit diesem Schaffen.

In einem Park oder auf einem Spielplatz sieht man oft neben den spielenden Kinder ihre Großeltern, die auf einer Bank sitzen. Bist du dir bewusst, dass diese kleine Püppchen sich UNABWENDBAR ins DIESE verwandeln? In das, was sich kaum beschreiben lässt. Schau mal diesen alten Leuten in die Augen. Willst du zum DIESEN werden?

Sobald die NE beseitigt sind, ist ein Schimmer von EW schon da. Wenn man sich von NE nur ein wenig befreit, begreift man zu gleicher Zeit, dass der Weg zur Freiheit so wahnsinnig einfach ist! Nur einige Arten von Verdüsterungen zu beseitigen und WEITER NICHTS! Und dann beginnt die erstaunliche Wanderung durch tiefe, durchdringende Erlebnisse, die für dich eine ganz neue Welt in dir selbst eröffnen. Und da handelt es sich nicht darum, dass du etwas Anziehendes nur aus der Ferne betrachtest, sondern dass du selbst zum Genuss, zur Entdeckung und zur Wanderung wirst.

Hinter dem Schleier aus negativen Emotionen, EW zu erleben, ist unmöglich. Sie kann man weder fabrizieren, noch erfinden. Sie sind entweder vorhanden oder nicht. Aber man kann sich wünschen sie zu erleben. Der Wunsch EW zu erleben ist umso stärker, je freier von Verdüsterungen du wirst. Und auf einer erstaunlichen Weise bringt er die EW näher. Und sobald dieser Wunsch sehr stark wird, bekommt er neue Eigenschaften, und dann nenne ich ihn «Anstrengung». Dann kommen EW spontan auf. Zum Anfang sind das nur kurze Ausbrüche, die anscheinend ohne jedem Zusammenhang mit dem Praktizieren erscheinen. Danach prägt es sich immer mehr aus, wie die Tiefe und Stärke erleuchteter Wahrnehmungen von der Intensität und Aufrichtigkeit deiner Anstrengungen abhängt. Wenn die Rauchwolken sich verflüchtigen, bricht die Sonne hervor. EW sind keine statische Zustände. Wenn du sie erlebst, wirst du selbst zur Wanderung in die wunderbaren Welten.

Eine der ernsthaften Hindernisse für die NE-Beseitigung und für die Aufnahme eines beharrlichen Trainings darin ist die Reaktion der Gesellschaft. Eine negative Reaktion. Aggressiv-negative. Deine ganze Umgebung – Verwandte, Bekannte, Esoteriker auf den Foren im Internet – werden mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Idee der NE-Beseitigung an sich einmütig ihre Aggression äußern. Mit großem Aufwand an Worten werden sie behaupten, dass es unmöglich und «unnatürlich» ist, zu den schrecklichen psychischen Krankheiten führt usw. Ausnahmen von dieser Regel sieht man in Russland nur selten. Anfangs können deine Verwandte und Kumpels aus der Freundschaftlichkeit oder aus der Angst, deine Aufmerksamkeit zu verlieren, alles akzeptieren. Aber je konsequenter du NE und dogmatische Konzeptionen beseitigen wirst, desto klarer wird für dich ihre tatsächliche Einstellung zu deiner Praktik. Solche einstimmige aggressiv-negative Einstellung zu der Beseitigung negativer Emotionen, die häufig von Bedrohungen und physischer Gewalt begleitet wird, kann deine Entschlossenheit ernsthaft ins Wanken bringen. Viele Anfänger in der Praktik, die sich plötzlich dadurch verlassen füllen, geben auf und schließen sich denjenigen an, die ihr ganzes Leben in NE vegetieren. Hier triffst du selbst deine Wahl, nur du entscheidest.

Wenn die gewöhnlichen Wahrnehmungen stattfinden, empfindest du immer ein «Gefühl der Behaglichkeit», auch dann, wenn diese Wahrnehmungen größtenteils aus NE bestehen und wenn es sogar einen Wunsch gibt, sie loszuwerden. Wenn du mit dem Praktizieren des Direkten Weges und mit dem Ersetzen deiner Wahrnehmungen anfängst, wirst du mit dem «Gefühl des Unbehagens» konfrontiert, obwohl der EW-Anteil allmählich wachsen wird. Ab einer gewissen Stufe der Sättigung mit EW wird das Unbehagen bei solchem Ersetzen von freudiger Vorahnung, vom Streben, Verzücktheit und anderen EW abgelöst. An eine Stunde ohne Praktizieren erinnert man sich wie an eine mehr oder weniger gleichmäßige Kette der Eindrücke. Und eine Stunde Anstrengungen ist wie das Bahnen eines Weges durch den Dschungel - Hindernisse, Überwindungen, Offenbarungen. Das heißt, dass ganz am Anfang seiner Praktik, wenn die EW noch selten zum Vorschein kommen, kann ein Praktizierender das Vorhandensein des Gefühls der Behaglichkeit als ein Anzeichen dafür benutzen, dass er in seinen gewöhnlichen Verdüsterungen «schläft». Jemand kann solches Leben mit Anstrengungen grausam finden, genauso, wie deine Nachbarin im Rentenalter das Leben eines reiselustigen Menschen als blühender Unsinn und Selbstquälerei betrachtet.

NE gleichen einer Krebsgeschwulst. Zum Beispiel, ein ans Selbstmitleid («SML») gewöhnter Mensch willkürlich zerstört sein eigenes Leben mit eigenen Händen. Er will doch so sehr, dass man ihn bemitleidet, Aufmerksamkeit spendet, tröstet. Und dafür sind bestimmte Voraussetzungen erforderlich, und zwar derjenige muss außerordentlich «unglücklich» sein. Um eigene Unglücklichkeit richtig zu genießen, braucht man Einzelheiten, und zwar viele, damit man andere kennerisch und sogar dünkelhaft ins «Sakrale» eigener «Passion» einweiht. Und derjenige, der in diesem «Rennen» zum Spitzenfahrer wird, gibt sich mit einem Heiligenschein um, zähl sich zu den Auserwählten und festigt damit nur sein Eigendünkel.

In einem Menschen, der zum Selbstmitleid neigt, entwickelt sich ein Komplex der Wünsche, der einer Krebsgeschwulst gleich ist – er wünscht sich das Misslingen aller seinen Absichten, denn je mehr Verdruss, Leiden und NE er erlebt, desto mehr unterhält er sein SML und seinen Eigendünkel, desto höher kann er sich in der Rangordnung der Unglücksmenschen einstufen, die von ihrer Umgebung sowohl Mitleid verlangen (und erhalten), als auch von den aus diesem Mitleid resultierenden Handlungen profitieren. Seine «Tragödien» (tatsächliche oder erfundene) werden zur Habschaft, zu Handelsgüter, die man gegen Aufmerksamkeit und Gefälligkeiten eintauscht. Im Endeffekt lasst dieser Mensch sich von schwach-zweckgebundenen und offensichtlich-zweckgebundenen Aktivitäten («SZA» u. «OZA») leiten lassen und damit sein Leben mit eigenen Händen zunichte zu machen. SZA sind solche Handlungen, die von den Gedanken «ich tue das», «das gescheht» begleitet werden. Aber wenn derjenige gefragt wird oder sich selbst fragt, ob er das tut oder ob es gescheht, sagt er «nein», also die rationale Klarheit darüber wird verdrängt. Was die OZA betrifft, hier gibt der Mensch zu, dass er das tut.

 

01-02) Die Beseitigung negativer Emotionen sich zur Aufgabe zu machen ist einfacher, als damit tatsächlich anzufangen. Damit die Praktik zum einen wesentlichen Bestandteil des Lebens wird, sind wahrlich enorme Anstrengungen zu unternehmen, sonst bleibt der Traum nur ein Traum. Nicht «fürs Praktizieren Zeit freihalten», sondern mitten im Leben praktizieren. Diejenigen, die ihre Worte in die Tat umsetzen können, die beharrlich und entschlossen, mit Vorfreude und Verwegenheit auf ihren Ziel hinarbeiten, trotz Erfolg oder Niederlage, findet man nicht oft.

NE werden mittels Anstrengungen beseitigt, so, als ob du dich aus NE wie aus einem Sumpf «herausreißt». Du versetzt dich in einen Zustand ohne NE «hinein» oder in den Zustand, wenn es keine NE gab, «zurück». Diese Anstrengung wird durch zahlreiche Wiederholungen eingeübt. Verschiedene Gedanken und Gedankenbilder, mit denen die Anstrengung «mitschwingt» werden unten angeführt. NE-Beseitigung ist definitionsgemäß eine solche Anstrengung, die zum Folgengen führt:

a) Von NE bleibt keine leiseste Spur,

b) Es entsteht eine deutliche, wenn auch schwache EW.

Zwar wird es nicht gleich gelingen, so «sauber» aus NE «herauszuspringen», dass jedes Mal eine EW entsteht. Und anfangs wird es meistens zu einem «Nichts-Gescheht-Zustand» kommen. Aber trotzdem nach jedem Beseitigungsversuch kann man mindestens an das Streben nach EW denken.

«Makellose Beseitigung» findet nur dann statt, wenn eine NE nicht länger als innerhalb einer Sekundenhälfte beseitigt wird. Diese Zeit ist zu kurz, um eine starke Vergiftung und den Ausbruch von weiteren NE oder Verdichtung des NH hervorzurufen.

Um sozialadäquat zu bleiben, greift man oft zur Unterdrückung negativer Emozionen. Zur Befreieung von ihnen führt das aber nicht. Im Gegenteil, NE verwandeln sich in einen massiven NH, der mit einem dichten giftigen Schleier alle anderen Wahrnehmungen bedekt. Wie unterscheidet man Beseitigung negatier Emotionen von ihrer Unterdrückung? Der entscheidende Unterschid bestehet eben in einem EW-Erlebniss, wenn auch für kurze Augenblicke, bevor eine NE wieder gewohnheitsgemäß entsteht. Man kann sich auch von der Art des Wünsches, eine NE loszuwerden, leiten lassen. Wenn dieser Wunsch von der Vorfreude begleitet wird, dann gibt es eine hohe Wahrscheinlichket, diese NE zu beseitigen, statt sie zu unterdrücken. Wenn der Wunsch aus der Angst, Scham, Eigendünkel oder anderen NE resultiert, dann kann keine Beseitigung stattfinden.

Wenn man nach einem NE-Beseitigungsversuch Schweregefühl, Erschöpfung, Unzufriedenheit verspürt, wenn ein EW-Ausbruch fehlt, dann heißt das, dass gerade eine NE-Unterdrückung anstatt einer Beseitigung stattgefunden war. Bei einer Unterdrückung entscheidest du dich nicht für eine eindeutige NE-Ablehnung, sondern für das Verdecken ihrer äußeren Merkmale. Das kannst du aus Angst vor unerwünschten Folgen, aus Scham und anderen NE tun. Dabei gibst du dir Mühe äusserlich ruhig auszusehen, obwohl es in dir gärt. Auf solche Weise ist es oft unmöglich, NE abzuschwächen, im Gegenteil, sie werden sogar heftiger. Deren zahlreiche Herde entstehen immer wieder, und früher oder später wird dieses aasige Gebrodel übersprudeln. Eine negative Emotion kann man durch eine andere verdrängen (zum Beispiel, Gereiztheit kann durch Angst, Scham oder Selbstmitleid verdrängt werden), aber die Vergiftung schreitet dann fort.

Hier zähle ich alles auf, was zu Beseitigung negativer Emotionen NICHT gehört und ihren endlosen Kreislauf NICHT durchbricht:

1)        Ersetzung NE durch PE. Du bist gegen deinen Mann aufgebracht, dann rufst du diene Freundin an und sie unterhaltet dich.

2)        Verdrängung. Eine NE wird durch eine andere verdrängt. Anstelle des Schams kommt Aggression zum Vorschein.

3)        Selbstbetrug. NE ist immer noch da, du denkst aber, dass es keiner sieht und «überzeugst» dich selbst, dass es keine NE gibt. Damit tötest du nur deine Aufrichtigkeit ab und nimmst dir die letzte Möglichkein, sich zu ändern.

4)        Flücht in die Verblödung. NE ist immer noch da, du verbietest dir aber, überhaupt daran zu denken, schüttelst einfach alle Gedanken ab.

5)        Anhaftung. Es gibt einen Gedanke «ich empfinde eine NE». Es gibt einen schwunglosen Wunsch, sie loszuwerden. Seine Intensität reicht aber nicht aus, um die Macht der Gewohnheit, von NE ergriffen zu werden, und die Macht des mechanischen Wunsches, NE weiter zu verspüren, zu überwiegen.

6)        Unterdrückung. Umwandlung NE in einen NH.

Dieses Verzeichnis ist natürlich nicht vollständig. Du kannst es selbst ergänzen, wenn es einen solchen Wunsch entsteht.

Ein der Haupthindernisse bei der Beseitigung negativer Emotionen ist Selbstberug, wenn derjenige nur denkt, dass er NE beseitigen will, obwohl es nicht der Fall ist. Der Wunsch, NE zu empfinden, der nicht zu erkennen sein kann, ist eben das, was den Prozeß der NE-Beseitigung sehr erschwert. Immer, wenn es eine NE gibt, gibt es einen Wunsch, sie zu empfinden. Und je stärker ist eine NE, desto stärker ist dieser Wunsch. Wenn es einem klar wird, dass eine NE gerade deshalb so stark ist, weil er sie zu empfinden wünscht, und nicht deshalb, dass sie sich nur schwer beseitigen lässt, dann kommt Entschlossenheit, Vorfreude und Begeisterung. Diese Klarheit kann auch dazu führen, dass zwei neue Wünsche aufkommen, nämlich der Wunsch den Wunsch nach EW zu verstärken und der Wunsch den Wunsch nach NE abzuschwächen. Ein Wunsch nach NE wird von den Gedanken «er hat mich provoziert», «diese NE ist gerecht» usw. begleitet.

NE-Beseitigung ist ein Ergebnis der Anstrengungen, die aus Folgendem resultieren:

a)        Aus dem Wunsch, diesem Leiden ein Ende zu machen.

b)        Aus dem Bewusstwerden der Unmöglichkeit, in diesem giftgen Mansch weiter zu leben.

c)        Aus dem Streben nach Klarheit und anderen EW, deren Vorhandensein mit NE unvereinbar ist.

Bei der Beseitigung gibt es keine Ersetzung einer NE durch eine andere, weil du dich mit einem bloßen kosmetischen Effekt nun nicht begnügen lässt. Dein Wunsch besteht doch nicht darin, dass jemand denkt, du sei NE-frei, sondern dass du wirklich EW anstelle NE erlebst. Als Ergebnis einer NE-Beseitigung immer kommt ein deutliches, wenn auch schwaches Befreiungsgefühl, stille Freude, Erlebnis der Gelassenheit, intensive Ruhe und Interesse zum Leben. Eine NE-Unterdrückung hat niemals Folgen dieser Art.

Detailliert betrachtet, besteht der Ablauf einer NE-Besetigung aus solcher Aufeinanderfolge:

1)        Eine kurze, sekundenschnelle gedankliche Feststellung «es gibt eine NE».

2)        Ein Wunsch, diese NE zu beenden.

3)        Eine Anstrengung (also, ein kurzer konzentrierter Ausbruch des Wunsches) zur NE-Beseitigung.

4)        Ein Wunsch, EW zu erleben.

5)        Eine Anstrengung zum Wachrufen einer erleuchteten Wahrnehmung.

6)        Offenbarung einer EW.

Erst nach der Erfüllung des letzten Punktes gilt eine Besetigung als vollendet. Eine erfolgreiche NE-Beseitigung kann trotzdem nicht bewirken, dass nach 5 Sekunden diese NE nicht wieder zum Vorschen kommt, es ist doch sehr fest angewohnt. Aber wenn du immer wieder beständig Anstrengungen unternimmst, lässt sich diese Gewohnheit allmälig überwinden.

 

Im Zuge der Vervollkommnung, werden die Glieder der Kette mehr und mehr zur Gewohnheit, ereignen sich wie von selbst - ebenso automatisch, wie zuvor automatisch die NE in Erscheinung traten, auf diese Weise wird die Gewohnheit nicht erwünschte, durch die Gewohnheit, erwünschte Wahrnehmungen zu erleben, ersetzt, und letztlich ist es möglich zu erlernen, die NE makellos zu beseitigen.

Nachdem du lange genug eine bestimmte NE makellos beseitigst, hört sie ganz und gar auf zu erscheinen, und auf diese Weise wird die volle Beseitigung dieser NE erreicht. Wenn du lernst auf dem Fahrrad zu fahren, ist es außerordentlich schwierig, das Gleichgewicht zu halten, aber wenn du es erlernt hast, so denkst du nicht mehr darüber nach. Ebenso ist es auch hier.

In den früheren Stadien des Trainings zur Beseitigung NE ist es zweckmäßig, zur Unterstützung an die visuelle Formen oder Gedanken zurückzugreifen, welche für dich mit der Bereinigung von NE assoziieren. Jeder Praktizierende wählt eine derartige Form für sich in Übereinstimmung mit seinen eigenen Vorlieben aus. Das kann die Form eines Lichtstrahls sein, der alle NE verbrennt, oder die Art eines gewaltigen Stroms, der auf seinem Wege alle NE aufhäuft, oder die Art und Weise einer Explosion, die widerhallend alle Hindernisse aus den NE in Stücke reißt – was erwünscht ist. Ich werde Beispiele anführen, die die Resonanz zur Anstrengung der Beseitigung NE haben, welche die Squaw sammelte:

 

1.                    Die Vergrößerung der Intensität von Anstrengungen ist - wie die Hebung eines schweren und großen Steins aus der Tiefe eines Sees - zuerst reinigst du ihn vom Schlamm und dann ziehst du ihn kontinuierlich nach oben.

2.                    Jede starke NE ist wie ein Wirbelsturm, und um am Leben zu bleiben, ist es erforderlich, fortwährend rasend einen festen, vor Wind unbiegsamen Pfahl hineinzurammen. Mit jedem Mal wird dieser Pfahl fester.

3.                    Festigung der Macht in einem rebellischen Land. Wahnsinnige Menschenansammlungen von Usurpatoren wollen fortwährend die Macht an dieser Stelle übernehmen. Man braucht sich nur für eine Sekunde abzuschalten und die Macht wird verloren sein.

Wenn eine Machtstabilität erreicht wurde, verkünde ich neue Gesetze - das Gesetz der Gelassenheit, das Gesetz der Gerichtetheit, das Gesetz der Freude.

4.                    Eine sanfte und unentwegte [stätige] Wiedererlangung der Aufmerksamkeit von NE für die Erinnerung an erleuchtete Wahrnehmungen, als ob ich irgend ein Gegenstand mit den Augen nicht fixieren kann, weil mein Blick ständig herumwandert. Und so ständig Mut zu fassen, mich auf die Wangen zu schlagen, meinen Kopf neu zu fixieren und die übrigen Objekte mit mit Tüchern zu bedecken. Aber jetzt habe ich gelernt, in eine Richtung zu blicken, indem ich meinen dahinfließenden Blick sanft zurückrichte

5.                    Ein Laser, ein dünner aber gewaltiger Lichtstrahl, der schnell und unabwendbar den Raum erleuchtet.

6.                    Sprünge eines Tigers: In jeder Ausatmung sammle ich alle Kräfte und springe in die erleuchtete Wahrnehmung, springe in sie hinein, und sogar wenn es mich nach 1-2 Sekunden des Erlebnisses erleuchteter Wahrnehmung wieder zurückzieht, setze ich es fort, hineinzuspringen, und in kürzester Zeit ändert sich der Ausgangszustand, es gelingt mir bereits für 3-5 Sekunden in eine erleuchtete Wahrnehmung hineinzuspringen.

 

01-03) Eine der Vorgehensweisen, die Festigkeit der Gewohnheit, negative Emotionen in einer bestimmten Situation zu empfinden, locker zu rütteln – ist die Praktik eines zyklischen Austausches von Interpretationen. Wenn du zur Zeit Wehmut der Einsamkeit verspürst, probiere, dich auf den Gedanken zu konzentrieren: «Wie großartig, endlich kann man alleine sein, man braucht aus sich nichts herauszukehren, man braucht keinem was beweisen, man muss keine Erwartungen erfüllen, keinen Anstand währen, man kann ruhig nachdenken, sich entspannen, sich den Gefühlen und Phantasien hingeben.

Ringsherum sind ständig viele Menschen, aber ich kann jetzt den Moment ausnutzen und die Einsamkeit genießen». Im Ergebnis wirst du bemerken, daß die negative Emotion der Einsamkeit entkräftet ist. Jetzt ändere die Interpretation und denke mal nach:»Wenn da hier ein symphatischer junger Bursche wäre, könnte ich seine Aufmerksamkeit auf mich ziehen, es würde für uns interessant, ich könnte ihn leicht berühren und die Verzücktheit erotischer Gefühle erproben. Zur Zeit ist es für irgendjemandem so schön zu zweit, aber ich bin allein, kann nicht zu jemanden sprechen, und das Verliebtsein zu ihm nicht prüfen.»

Im Ergebnis ist das eine Verschärfung krankhafter Einsamkeit, eine Verstärkung anderer negativer Emotionen.

«Nach dem «Schaukeln» zwischen diesen beiden Interpretationsarten, wirst du eine interessante Erfahrung darüber erhalten, daß die Anwesenheit NE nicht von der Situation abhängt, sondern von ihrer Interpretation. Der Austausch von Interpretationen ist nicht der Weg zur Befreiung von NE, sondern nur ein erster Schritt, insofern, daß erstens die Kraft der hunderttausendmal wiederholten Gewohnheit, negative Emotionen zu verspüren, stärker ist, als beliebige Interpretationen, und zweitens, die ganze jene Zeit änderst du bisweilen die Interpretationen, die NE lebt, entwickelt sich, schädigt und ruft neue NE wach. Der zyklische Austausch von Interpretationen gibt nur eine minimale Erfahrung zur Schwächung NE, aber dennoch festigt er das Verständnis dafür, daß man NE unabhängig von einer Situation beeinflussen kann. Die falsche Konzeption darüber, daß Emotionen selbst völlig durch Situationen bestimmt werden, macht dich hilflos, insofern du nur selten die Umstände ändern kannst; im Ergebnis ensteht eine Ausweglosigkeit. In einem Fall ist es eine über die Ohren in negative Emotionen versunkene Pessimistin, in einem anderen, ist es eine Revolutionärin, die versucht, die Umstände so zu ändern, daß NE nicht entstehen, was natürlich nicht möglich ist, es werden lediglich NE einer Art duch eine andere Art erstezt.

Wenn beide Interpretationen gleichermaßen möglich sind, weshalb könnte man dann nicht jene auswählen und festigen, die die NE entkräftet und es erlaubt, sich in einem attraktiveren Zustand zu befinden? Das Ersetzen unerwünschter Interpretationen durch erwünschte ist die Mindestaufgabe, die es gestattet, die Gewohnheit zu zersetzen, sich schnell in intensive NE hineinfallen zu lassen.

Sehr bedeutend ist jenes, daß im Zuge deiner Praktik, eine Anhäufung von Erfahrung des Erlebnisses erleuchteter Wahrnehmungen geschieht, - Augenblicke, die du in erleuchteten Wahrnehmungen verbracht hast, sammeln sich nicht in irgend welchen «übertragenen» Sinne an, sondern ganz real und früh (oder, O,weh, spät) geschieht der Durchbruch, und du empfindest eine spontane Erleichterung der Beseitigung NE, dir bekannte erleuchtete Wahrnehmungen beginnen dauerhafter und deutlicher in Erscheinung zu treten, neue erleuchtete Wahrnehmungen kommen zum Vorschein.

Wenn es derartige negative Emotionen gibt, von denen sich zu trennen, es dir schade ist, (gewöhnlich ist das Wehmut, Selbstmitleid, Mitleid, Eifersucht, obwohl manchmal auch Agression, negative Einstellung), so kannst du dich von jenen befreien, die du wahrscheinlich zu den krankhaften und nicht wünschenswerten zählst. Die Gewohnheit, negative Emotionen zu empfinden, ist verfestigt durch hunderttausende Wiederholungen, deshalb können sie schon in einigen Sekunden nach ihrer Beseitigung erneut entstehen. Festige deine beständige Entschlossenheit und Gerichtetheit, koste es, was es wolle, durch Anstrengung zu erlangen, die dir Kummer bereitende Gewohnheit zu überwinden.

Für eine völlige Beseitigung negativer Emotionen erfordert es viele Anstrengungen, aber die Resultate als Schimmer erleuchteter Wahrnehmungen, erhälst du sofort nach jeder erfolgreichen Anstrengung, und die Erfahrung dieser Erlebnisse häuft sich und vergrößert die Effektivität der Praktik und die Fülle des Lebens.

 

Der Sturmangriff einer einzeln genommenen NE ist die effektive Übung. Du wählst eine oft in Erscheinung tretende NE aus, zum Beispiel die Unzufriedenheit, und du nimmst die Entscheidung an, dass in den nächsten drei Tagen (drei Stunden, einer Stunde), du ihr nicht erlauben wirst, länger als ein bis zwei Sekunden zu dauern. Vermischt mit anderen NE erscheint die Unzufriedenheit bei jedem Schritt, und sie zu erkennen, ist manchmal gar nicht so einfach, deshalb ist es erforderlich, Sekunde um Sekunde(!) auf sich zu achten, und die Beseitigung der konkreten NE verwandelt sich in einen massiven Sturmangriff vieler anderer. Sogar eine Stunde solch einer Praktik ist sehr kompliziert, als ob du einen Marathon läufst, und wenn ein solcher Effekt nicht ensteht, so bedeutet das, daß du Selbstbetrug betreibst, nimmst das Erwünschte für das Tatsächliche, aber in Wirklichkeit erfolgt die totale Beseitigung der Unzufriedenheit nicht (beachte die Merkmale der erfolgreichen NE-Beseitigungen, und zwar Ausbrüche erleuchteter Wahrnehmungen).

Im Zuge der Durchführung derartiger Sturmangriffe wird sich die Gewohnheit der schnellen Beseitigung NE formieren und festigen, es wird ein wesentlicher Fortschritt in der Schnelligkeit und des Reinheitsgrads der Beseitigung stattfinden.

Die Beseitigung der nächsten NE wird schon etwas leichterfallen, im Vergleich zur ersten Erfahrung.

Das sorgfältige Monitoring der Wahrnehmung mit dem Ziel der Auffindung und Beseitigung aller Erscheinungen einer zur Beseitigung verurteilten NE, führt zu noch einem bedeutenden Resultat. Solch ein Monitoring ist aber nur in jenem Falle möglich, wenn ich mir bewußtmache (das heißt, ich mache eine gedankliche Fixierung in meinem inneren Dialog - ID) in allem, was mit mir geschieht, so daß sich die Gewohnheit ausbildet, aufmerksam zu Wahrnehmungen zu sein, und es entsteht die Erfahrung des Erlebnisses der Freude über Aufmerksamkeit.

Es ist ein riesiger Unterschied, einfach zu leben und irgend etwas zu tun, oder aber um zu leben, sich die zum Vorschein kommenden Wahrnehmungen bewußtzumachen.

Das sorgfältige Monitoring führt zum Beginn eines stürmischen Prozesses der Spaltung von Wahrnehmungen in Gruppen, es entsteht ein schöpferischer Zustand, es kommen faszinierende Ideen auf, Entdeckungen, unerwartete Aspekte erleuchteter Wahrnehmungen, es entsteht ein Gefühl der speziellen Lebenstiefe, als obgleich sich eine Klappe aufbewegt und es fließt ein überwältigendes Gefühl ein. Ja auch die schriftliche Fixierung wird zu einer freudigen.

NE haben immer einen äußeren Ausdruck(ausdrücklich hell leuchtend oder kaum wahrnehmbar einem nichtsuchenden Menschen) - das sind ein schwacher Seufzer, eine leichte Grimasse, eine kaum wahrnehmbare Geste, eine spezifische Änderung der Intonation - wir nennen dies die körperlichen Symptome negativer Emotionen. Fast 100% der gesamten Mimik, der Gesten, der Intonationen der Menschen, sind unteilbar von körperlichen Symptomen NE entwachsen. Die Kontrolle für die eigenen körperlichen Symptome NE gestattet es, die der Aufmerksamkeit entgehenden NE qualitativer aufzufangen, eine Situation zu durchleben, die die NE beseitigt, und rein zu werden von den sich in gleicher Richtung bewegenden NE.

Die Mimik, die Stimme, die Gesten zu kontrollieren, ist viel einfacher, als NE, deshalb fördert die Praktik die Aufdeckung und Beseitigung der körperlichen Symptome NE. Falls du die NE hineingelassen hast und «du bist erwacht», als jene sich vergrößert hatte, ganz bewachsen war mit anderen NE, so stelle vor allem rasch die körperlichen Symptome der NE ab,und danach auch die NE.

«Fang an, das Territorium zu säubern», bleib nicht auf halben Wege damit stehen, die kleinen Ausbrüche NE zu beseitigen, solange du es nicht als Minimum des Zustandes»nichts geschieht» erzielen wirst, aber doch ist es wie das Maximum – es sind erleuchtete Wahrnehmungen.

Die Freiheit von NE führt zu Klarheit, zur Befreiung von (falschen) Konzeptionen. Falls man dich vergewaltigte, so mag das schmerzhaft oder unangenehm sein,(aber ganz und gar nicht zwingend, falls du dennoch dem Schänder ein Kondom gibst und du dich besinnst, daß es auf jene Art und Weise nicht so einfach ist, so ein entsprechend qualitativ der Aufmerksamkeit verdienendes selbstbewegendes Glied zu finden, damit er dich einfach bumst ohne»Beziehungen», so kann man soviel und beliebig intensives Vergnügen bekommen), jedoch in diesem NEIN ist dann nichts «seelisch Erschütterndes», weil es nur von dir abhängt- negative Emotionen zu erleben oder nicht.

Wenn du den Arm brichst, so ist der Schmerz unvergleichlich stärker, als unangenehme Empfindungen bei einer Vergewaltigung. Weshalb beendet man dann nicht das Leben wegen eines gebrochenen Armes durch Selbstmord? Warum schafft man nicht den Armbrüchigen Klubs für psychologische Hilfe? Weil bei Knochenbrüchen, starke negative Emotionen zu empfinden, ist nicht akzeptabel, das zählt nicht als»schrecklich»und «schändlich», aber bei Vergewaltigungen akzeptiert man es .In allem, was passierte, wurde das Glied gewaltsam in der Scheide plaziert, aber zu diesem wird einem ungeheueren Hochmut Bedeutung beigemessen, das ist eine elementare Scheinheiligkeit und Dummheit.

Nach einem gebrochenen Arm wirst du zwei Monate lang in Gips gehen, danach sind die Gelenke sorgfältig zu untersuchen, Tetanus-Injektionen sind zu machen, usw., aber dann ist es ebenso erforderlich, die grobe Vergewaltigung, wie es sich gehört, mit einem mystischen Salböl oder mit einer Kolloidsilberdesinfektion einzumassieren, Maßnahmen gegen die Schwangerschaft zu ergreifen, die blauen blutunterlaufenen Flecke werden bald verheilen, - 10mal schneller, als ein gebrochener Daumen. Außerdem kann man ohne der paralysierenden negativen Emotionen auch ganz und gar einer Vergewaltigung entgehen, bzw. ihren unerwünschten Effekt auf ein Minimum herabführen.

In dem Bewußtsein, daß NE dich im direkten Sinne dieses Wortes völlig zerfressen, kann man «die Gedächtnispraktik darüber anwenden, daß eine NE Gift ist»: Im jenem Augenblick, wenn die NE entsteht, sagst du laut zu dir oder für dich hin -»Gift!», «Ich will das nicht verwenden!» Dies erlaubt, sich Mut zu fassen, sich zu mobilisieren, über das eigene Verhältnis zu NE nachzudenken, den mechanischen Wunsch, NE zu spüren, zu entkräften.

Das hält übereinstimmend den parasitären inneren Dialog auf, der die NE bedient und sich als ein Herd ihrer vielfältigen Ausbrüche darstellt.

In der Beseitigung NE sind keine Kleinigkeiten! Sogar die» winzigste» NE ist ein starkes Gift, und wenn du eine erleuchtete Wahrnehmung erlebst, verstehst du das klar und deutlich, aber wenn es keine erleuchtete Wahrnehmung gibt, dann gibt es auch keine Klarheit. Sogar der schwach ausgeprägte Schatten einer negativen Emotion entkräftet rasch und heftig eine erleuchtete Wahrnehmung. Außerdem, eine schwach ausgeprägte negative Emotion ist zum Beispiel eine vorübergehende negative Einstellung oder ein negativer energetischer Zustand(«NEZ»)(anders gesagt – ist es ein» schlechtes körperliches Selbstgefühl», eine Trägheit, eine Apathie, «nichts geschieht»)-es kann ein über der Wasseroberfläche befindlicher Teil eines gigantischen Eisberges eines negativen emotionalen Hintergrundes sein.Beseitige ihn und der unter der Wasseroberfläche befindliche Teil wird sich erheben und für die Erforschung und die Beseitigung zugänglich werden.

«Negative Einstellungen» stellen sich durch schwach ausgeprägte negative Emotionen dar, manchmal durch sehr schwache, dauern nicht lange und nicht immer folgen ihnen bestimmt in Erscheinung tretende negative Emotionen nach. Zum Beispiel genügt ein flüchtiger Blick auf eine unangenehme Person und auch ganz einfach auf eine beliebige Person, und augenblicklich für eine Sekunde oder einen Teil einer Sekunde ergreift er den Schatten einer Feindseligkeit, einer Mißbilligung, einer Feindlichkeit. Im Zuge des Aufmerksamkeitstrainings wirst du entdecken, daß dein ganzer Tag durch tausende negativer Einstellungen aufgereiht ist. Eine besondere effektive Methode, diesen ständig flimmernden Schwarm zu beseitigen, ist die emotionale Polierung, die Konzentration auf die erleuchtete Wahrnehmung. Diese gesamte Gesellschaft –NE, NEK,NH und NE werde ich manchmal im weiteren als «die vier N» oder «4N» bezeichnen, aber alles das ist nichts anderes als die Spielart negativer Emotionen, deshalb werde ich sie öfters mit dem Sammelbegriff «NE» bezeichnen.

Den Menschen kommt es gewöhnlich gar nicht in den Sinn, daß man negative emotionale Konzentration beseitigen kann. Diese Idee wird als revolutionär empfunden. Es zeigt, daß diese Fadheit, Feindseligkeit ein unverrückbarer Teil vom»Ich» ist, daß durch»objektive Gründe» veranlasst wird und alles, was wir imstande sind zu tun, das ist, ihn nacheinander durch Amüsements, Orgasmen, Essen, durch einen Traum zu zerschlagen. Jedoch die negative emotionale Konzentration gibt genau so auch der Beseitigung nach, wie auch einen beliebig anderen unerwünschten Zustand. Der erste Schritt, das ist die negative emotionale Konzentration als eine einzelne Wahrnehmung aufzuteilen und festzustellen:»Gibt es Feindseligkeit» oder «geschieht nichts».Aber es wird dann bereits möglich sein, sie auch zu erforschen und genau den angestrebten Wunsch zu erfahren»diesen Zustand nicht zu erleben», sondern Anstrengungen zu seiner Beseitigung zu unternehmen und ihn zu beseitigen.

Führen wir den Begriff der»Verdüsterung» ein und kennzeichnen sie als eine beliebige Gesamtheit NE, NH, NEK, NE, falscher Konzeptionen und mechanischer Wünsche (siehe in den entsprechenden Abschnitten).

 

Die Position eines unparteiischen Richters: Stell dir vor, du richtest einen Konflikt von zwei Menschen(eine derer bist du selbst) und du sprichst:»Es ist unverzüglich aufzuhören zu reden», sich als neutral zu erweisen und dann schon werden wir festellen- was zu was gehört.»

Bringe die Zuversicht in die»Gerechtigkeit» negativer Emotion ein, halte Selbstbedeckung, doch sehr oft schätzt du deine negativen Emotionen als «gerechte» ein, jedoch die Beseitigung negativer Emotionen ist ein Übereinkommen mit der «Ungerechtigkeit». Deshalb sage dir, - «ich werde die Situation analysieren und die Entscheidung annehmen, aber denken und entscheiden möchte ich in einem vernünftigen Zustand, und mich nicht in Zuständen verseuchter negativer Emotion befinden, durch die die Fähigkeit blockiert ist, den Streit beizulegen.» Denke daran, daß beliebige negative Emotionen sich weder unabhängig von Gift, noch von einem vergifteten Körper erweisen, durch den die Möglichkeit entzogen wird, effektiv zu reagieren, logisch zu beurteilen, feinfühlig zu sein, freudige Wünsche zu verspüren, deshalb müssen sie vor allem kompromißlos und wortlos beseitigt werden.

Um den Wunsch zu verstärken, sich von negativen Emotionen zu befreien, ist es zweckmäßig, alle unerwünschten Folgen ihres Erlebens aufzuzählen, d. h. solche Folgen, die du nicht haben möchtest. Ebenfalls zweckmäßig sind die Tätigkeiten aufzuzählen, die zur Entkräftung des Wunsches, negative Emotionen zu beseitigen, führen. Zu ihnen gehören:

 

* ) die Unterdrückung freudiger Wünsche

*) mechanisch jeden beliebigen Konzeptionen zu folgen «man muß», «es folgt», «es ist wichtig»...

*) Überernährung

*) Austrocknung und chronische Schlafstörung

*) Hastige Orgasmen(durchschnittlich ist das öfters als eine Serie von Orgasmen einmal in 2-3 Wochen)

*) Zufriedenheit und Selbstgefälligkeit.

 

Perioden beharrlicher und entschlossener Anstrengungen zur Beseitigung negativer Emotionen wechseln sich ab mit Perioden von Apathie und Impotenz, aber wenn du wieder zur Praktik zurückkehrst, so stellst du fest, daß irgend etwas leichter gelingt-das ist das Resultat früher unternommener Anstrengungen. Was kann man tun in den Perioden des «Abfalls», des Nachlassens? (Das «Nachlassen» werden wir als Zustand bestimmen, bei dem der Wunsch, Verdüsterungen zu erleben, einwenig stärker ist, als der Wunsch erleuchtete Wahrnehmungen zu erleben).

 

1.                    Ein Minimum dessen, was du tun kannst, ist – deinen eigenen Abfall zu untersuchen: Zu achten darauf, es zu notieren, zu analysieren, zu experimentieren, Gesetzmäßigkeiten zu suchen. Die Erforschung dringt in den Prozeß des Abfalls ein und ändert ihren Farbton, du bist jene, für die es nicht einfach war, das einzugehen, aber jene, die es erforscht und darauf achtet. Der Unterschied, wie das erlebt wird, ist sehr bedeutend.

2.                    Man kann andere Gewohnheiten verändern. Ich nenne das die» konservativen Praktiken». Es sind die Gewohnheit zu rauchen, Alkohol zu trinken, tierische Worte zu benutzen, mit dem Bein herumzuschlenkern, finster dreinzuschauen, Brot mit der linken Hand zu schneiden....deren Gewohnheiten gibt es in unzähliger Vielfältigkeit als durch dich unerwünschte, so wie auch bedeutungslose.Obgleich ihre erfolgreiche Veränderung nicht große Konzentriertheit und gefestigte Entschlossenheit fordert, wie bei der Beseitigung negativer Emotionen, sondern die Effektivität der Anstrengungen zur Beseitigung negativer Emotionen vergrößert.

Hier ist ein Auszug aus den Aufzeichnungen der Squaw über die Einstellung des Rauchens: «Die Bedeutung der Einstellung des Rauchens schließt sich nicht darin ab, um eine gesunde Lebensweise zu beginnen, - an diesen «Bonus» denke ich einstweilen nicht.

Das Rauchen tritt nur in der Eigenschaft einer starken mechanischen Gewohnheit auf.

Der unrealisierte Wunsch zu rauchen, ruft eine Menge negativer Emotionen hervor, die Stufe dieser Verdüsterung ist auch so stark, daß sie es gestattet, mit maximaler Effektivität die Anstrengung für die Beseitigung der negativen Emotionen selbst zu trainieren.

Es ist unzweckmäßig durch behutsame Bedingungen der Praktik es zu tun, sonst wird das Resultat zweifelhaft und Anstrengungen unter «Kampfbedingungen» zu unternehmen, wird nicht gelingen.

Gewiß, ich kann in den Wald gehen, dort laufen, lesen, mich mit Sex beschäftigen und mir das Rauchen «abgewöhnen», aber bei Anblick der Tabakschatulle oder der Freundin, die wohlschmeckend die aromatischen Zigaretten raucht, zerbreche ich wieder, was auch kennzeichnen wird, daß die Anstrengung der Beseitigung der Gewohnheit nicht ausgereift ist. Meine Aufgabe besteht darin, nicht in die Bedingungen zu hineinzurennen, in denen die Gewohnheit «schläft», sondern ihr furchtlos von Angesicht zu Angesicht zu begegnen und sie jedes Mal zu beseitigen, wenn sie zum Vorschein kommt.

In diesem Kampf werde ich meine Anstrengung «gewinnen» können, sie bis zur Makellosigkeit damit «schärfen»,um sie in der Schlacht mit den negativen Emotionen zu benutzen.

Um die negativen Emotionen zu beseitigen, ist es erforderlich, eine gewaltige Anstrengung zu unternehmen. Sie abzuarbeiten, sie zu durchleben, ist eine nicht einfache, aber sehr interessante Aufgabe, denn ich beseitige jenes, was ich nicht erleben möchte und rufe jenes wach, was ich möchte! Das ändert mich auf die unmittelbarste und direkteste Art und Weise».

 

01-04) Ausschließlich effektiv ist die Praktik der «zyklichen Wahrnehmung»(«ZW») – das vielseitige Wiedererleben und die Beseitigung negativer Emotionen. Du kannst mal zumal(zum Beispiel mit Hilfe eines Gedankens, der die Rolle eines mechanisierten Abzugshakens spielt) die Situation schaffen (oder daran denken), in der du gewöhnlich negative Emotionen verspürst,und kaum,daß eine negative Emotion entsteht, beseitigst du sie rasch, nachdem du erneut eine negative Emotion wachrufst, sie wieder beseitigst, solange bis die Kräfte reichen, und wenn die Kräfte enden- so lerne außerordentliche Anstrengungen zu machen und dabei Enthusiasmus, Gerichtetheit und Vorfreude zu empfinden. Falls zum Beispiel nach 50 Zyklen keine irgendwelchen negativen Emotionen mehr entstehen, so bedeutet es, du hast diese Situation zu 100% genutzt.Beim nächsten Mal wird der Automatismus der Entstehung negativer Emotionen schwächer sein, und sie zu beseitigen, wird leichter sein. Die Gewohnheit, negative Emotionen zu erleben, verbrennt beschleunigt bei einer derartigen Praktik, und es verstärkt sich die Klarheit darin, sie zu erleben oder nicht – das ist ganz und gar die Frage deines Wunsches, deiner Ausdauer.

Die zyklische Wahrnehmung negativer Emotionen, die bei einigen Erinnerungen entstehen, ist eine wunderbare Methode, den dunklen und derben negativen emotionalen Hintergrund zu beseitigen, denn viele bestehende negative Hintergründe nehmen ihren Anfang in Ereignissen einer langen oder nicht allzulangen Vergangenheit.

Zum Beispiel man hatte dich vergewaltigt oder versuchte dich zu vergewaltigen; oder die «zärtlich liebenden und sich sorgenden» Eltern haben dich geschlagen und gezüchtigt, wie das oft vorkommt; oder dich suchte eine sehr starke Schuld heim, eine Schande und dergleichen mehr.

Dann haben sich die unterdrückten negativen Emotionen zu einem derben negativen Hintergrund geformt, der auch heutzutage existiert. Für die Beseitigung des negativen emotionalen Hintergrundes gibt es die Praktik der emotionalen Polierung(siehe weiter), aber auch die zyklische Wahrnehmung jener Erinnerungen ist fähig, sehr viel zu verändern und zu korrigieren.Analoge Erinnerungen können auszugsweise und undeutlich sein, denn du strebtest danach, sie zu vergessen, deshalb ist es zuerst erforderlich, alle Details wiederherzustellen. Schreibe jede Kleinigkeit auf, an welche du dich kaum erinnern kannst.

Wenn im Zuge des Wiedererlebens neue Einzelheiten einfliesen werden, so füge sie in die Beschreibung hinzu. Spiele von Anfang an bis zum Ende immer wieder aufs Neue das Ereignis in Gedanken durch, bemühe dich maximal intensiv all jenes zu erleben, was du damals erlebt hattest, was das auch immer gewesen war: Angst, Schrecken, Schmach, Schande - was auch jenes war, erlebe es. All diese Jahre hast du die Erinnerungen an dieses.

Ereignis unterdrückt, hast du danach gestrebt, dich von diesen negativen Emotionen abzuwenden, aber jetzt besteht die rückgewandte Aufgabe maximal darin, sie voll zu erdulden und sie danach makellos zu beseitigen. Stell dir vor, daß du das alles jetzt erlebst, daß du diese Erfahrung zu bekommen, selbst ausgewählt hast, um eine höhere Meisterschaft zur Beseitigung negativer Emotionen zu erreichen. Wenn du jenes erreichen wirst, daß die Erinnerung an jene Situation sowohl nicht mehr negative Emotionen hervorruft, als auch dir es gelingt, sie zu beseitigen, so erhälst du dabei die Erfahrung, daß sich für dich selbst die Situation nicht mehr als «Grund» negativer Emotionen erweist, sondern der Grund die Gewohnheit ist, und mit der Zeit, auch der Wunsch, sie neu zu erleben.

Negative Emotionen neu zu erleben oder nicht - ist deine Wahl.

Wenn du gerade jetzt den freudigen Wunsch hast, dich in der Beseitigung negativer Emotionen zu trainieren, aber eine derartige Situation, die jetzt keine starken negativen Emotionen hat, gibt es gerade nicht, so kann man die Phantasie benutzen, aber nicht nur die reale, sondern auch die einbildende(oder die erinnernde) gleiche Situation, die fähig ist, den Mechanismus des Erscheinens negativer Emotionen auszulösen.

Zum Beispiel für die Arbeit mit der Eifersucht stelle dir deinen jungen Burschen in den Umarmungen mit einem anderen Mädchen vor, unterstütze diese Phantasie mit dem Gedanken: «Es ist nicht bekannt» –mit wem und wo er zur Zeit ist. Ich glaube natürlich, daß er auf Arbeit ist, aber wenn er mit einer anderen Sex treiben möchte, kann er das so machen, daß ich annehme, er sei auf Arbeit». Es gibt keinen irgendwelchen Unterschied zwischen negativen Emotionen, die im Ergebnis einer realen oder einer vorgestellten Situation entstanden sind, was auch erlaubt, die Phantasie für die Praktik der zyklischen Wahrnehmung zu nutzen.

 

01-05) Die Praktik der begrenzten totalen Kontrolle(«BTK»):5 oder 10 Minuten, jede Sekunde folgst du dem, was sogar der Schatten der negativen Emotion nicht überwand, auch zukünftig nicht rasch beseitigt. Die BTK gibt die Erfahrung:

1)                    Anstrengungsunternehmungen zur totalen Beseitigung aller negativen Emotionen ohne Auseinandersetzung;

2)                    Aufdeckungen und Beseitigungen sogar schwächster negativer Emotionen;

3)                    Aufenthalte im Zustand höherer Freiheit von negativen Emotionen, als gewöhnlich;

4)                    Komprimierungen, Ausdehnungen der Zeit, ein intensiveres und interessanteres Leben; die BTK - das ist die Konzentrierung aller Kräfte, die Übererregung, die volle Mobilisierung. Beginne von kleinem, -von einem Moment aus an. Wenn ich planen werde, eine ganze Stunde ohne negative Emotionen zu leben, werde ich sie, wenn sie nicht augenblicklich beseitigt werden, von mal zu mal neu erleben, ich werde jene Niederlage erdulden, die Gerichtetheit wird entkräftet werden, die Skepsis wird sich verstärken. Falls ich nur einen Moment erlebe und erreiche damit einen Erfolg, so ist das ein Sieg, entsteht eine höhere Erfahrung der Freiheit von negativen Emotionen, als gewöhnlich, der Wunsch, die Praktik fortzusetzen. Beseitige während der BTK die negativen Emotionen, als ob das deine letzte Schlacht ist, die du nicht verlieren darfst. Willst du, so schreie irgend etwas für dich hin, willst du, so strenge alle Muskeln an, willst du, so beiße dir in den Finger, was du auch willst, mache es, aber gib nicht auf und stelle nicht ab, die negativen Emotionen zu beseitigen.

Wandle dich um und kehre dich um nach links, sobald du fühlst, daß negative Emotionen im Anflug sind. Die Gewohnheit und alles hier muß um jeden Preis gebrochen werden, und dann schon wirst du lernen, die negativen Emotionen zu beseitigen, ohne fremde Gesten, Aufschreie und anderes.

Die Praktik der situativen Kontrolle («STK») besteht darin, daß du deinen Tag in typische Situationen aufteilst, in denen eigenartige negative Emotionen und negative emotionale Hintergründe dieser Situation hervortreten. Du kommst in den Hauseingang und du verspürst eine Abneigung von Rattengeruch, bist gerade auf dem Weg zur Arbeit - die Besorgnis um die Meinung der Leitung usw. Selbst wenn, erreiche einen, jedoch konkreten, bestimmten Erfolg, selbst wenn, besetze das Operationsgebiet, das du nicht mehr hergeben wirst, breche es heraus aus der Macht negativer Emotionen. Es wird Fälle und Aufstiege, Enttäuschungen und Enthüllungen geben, jedoch die Säuberung der nachfolgenden Situationen von negativen Emotionen wird sich schon etwas leichter ergeben.

Dich hat nicht mehr das Vergangene, du bist eine andere, insofern bist «du»nichts anderes an dieser Stelle, als die Gesamtheit von Wahrnehmungen.

Du lebst nicht mehr mit dem früheren Leben, insofern erfolgte eine Ablösung von Wahrnehmungen, und falls du willst, kannst du dich weiter ändern.

Die Veränderung-das ist das Resultat eines freudigen Wunsches, der Beharrlichkeit und Entschlossenheit in seiner Realisierung.

In deinen Händen ist eine einfache und wirksame Erfolgsmethode durch dich erwünschter und der Beseitigung unerwünschter Wahrnehmungen, auch der durch Ratten stinkende Hauseingang verwandelt sich in einen «erleuchtenden Faktor» («EF»), jene Wahrnehmung des Hauseingangs wird die Resonanz durch erleuchtete Wahrnehmungen (EW) auslösen. Und um so größer der Anteil erleuchteter Wahrnehmungen (EW) unter den übrigen Wahrnehmungen sein wird, um so mehr insgesamt wird er beginnen, sich in erleuchtete Wahrnehmungen (EW) umzuwandeln.

Die erleuchtete Wahrnehmung (EW) - das ist ein Wahrnehmungsumschalter, eine Auslösevorrichtung, die zu erleuchteten Wahrnehmungen (EW) führt (besonders bei Vorhandensein von Markierungen, erleuchtete Wahrnehmungen (EW) zu erleben).

Sie können sein, was beliebt- die Art eines stürmischen Meeres, hoher Berge, von Tieren, von Pflanzen; Phrasen, Menschen, eine Melodie usw. Zum Beispiel schaust du auf einen Ozean und erlebst erleuchtete Wahrnehmungen. Es nähert sich ein großer Käfer und umschwirrt dich, stößt an die Arme, an den Bauch, und plötzlich legt er sich nicht einfach auf die EW, sondern reißt er gleichsam die Hülle des Stumpfsinns auf, es geschieht ein Dammdurchbruch, eine durchdringende Resonanz zweier Wahrnehmungen und du empfindest eine leuchtende Feinfühligkeit zum Käfer, obgleich du immer auch zu Käfern gleichgültig warst, bzw. du gar zu ihnen eine Feindseligkeit empfandest. Von diesem Moment an wird die Art des fliegenden Käfers für dich ein erleuchtender Faktor(EF).

Es existiert ein Mechanismus der Übertragung von erleuchtenden Faktoren – ein erleuchtender Faktor für eine erleuchtete Wahrnehmung wird ein erleuchtender Faktor für eine andere werden.

Ich empfehle, eine Liste aller erleuchtenden Faktoren zusammenzustellen – eine derartige Fixierung festigt ihre Kraft.

In der Beschreibung des EF besitzen die Details große Bedeutung, die seine Resonanzeigenheit verstärken, und sie insofern, frühzeitiger von der Masse der übrigen Erinnerungen abzutrennen, ist nicht immer einfach, ich rate, alles in einer Ganzheit zu beschreiben,und danach jenes auszusortieren, was sich als bedeutsam erweist.

Zum Beispiel gibt es den erleuchtenden Faktor - die Erinnerung darüber, daß du auf dem Sofa mit den «Mordas» dagesessen warst und du eine helle erleuchtete Wahrnehmung erfahren hattest.

Diese Situation beschreibend, findest du unerwartet heraus, daß ein Detail sich als sehr bedeutsam darstellt: Die Abbildung von braunen Rüsselkäfern auf der Überdeckung.

Das rational zu erklären, kannst du nicht, deshalb wolltest du sogar anfänglich das Element aus der Beschreibung, als unwesentlich, herausstreichen.

Ein erleuchtender Faktor kann sein, was beliebt- ein bornierter agressiver Mensch, der Schmutz auf der Straße, ein enge elektrische Eisenbahn, ein Werbeplakat, eine Zigarettenkippe im Klosett- was gefällig ist.

Je makelloser die Verdüsterungen beseitigt werden, um so mehr erleuchtete Wahrnehmungen gibt es, um so mehr der Wahrnehmungen werden für dich erleuchtende Faktoren werden.

Früher hast du dich in der elektrischen Eisenbahn vor Müßiggang herumgequält, aber jetzt machst du minütlich eine Fixierung, ein emotionales Polieren, den Ausdruck von Wünschen, forschst nach Konzeptionen, beseitigst negative Emotionen usw., und innerhalb eines Monats findest du plötzlich heraus, daß die Wahrnehmung der unbequemen und engen elektrischen Eisenbahn sich so durch Anstrengungen, durch eine erleuchtete Wahrnehmung geschlossen fortbewegte, daß sie sich in einen erleuchtenden Faktor verwandelte.

Wenn du früher auf stumpfe und graue Gesichter geblickt hattest,erlebtest du negative Verdüsterung, aber nachdem du angefangen hattest, sie makellos zu beseitigen, wurden die stumpfen Menschen für dich erleuchtende Faktoren.

Du «weißt» ständig darüber, was hinter der Hauswand oder dem Büro sich abspielt - dort sitzen schwermütige Kollegen oder Nachbarn und beschäftigen sich mit trostlosen Angelegenheiten. Inzwischen weißt du, daß es irgendwo weit hinter der Wand, es sowohl auch Jeschatina, Bodhi, Fjord, andere Praktizierende gibt, als auch einen Ozean mit glattem Fell und mit leuchtenden Berghöhen. Aber aus Gewohnheit unterstützt du in der Phantasie nicht jenes, was der erleuchtende Faktor ist, sondern jenes, an was du gewöhnt bist, dir vorzustellen.

Diese Gewohnheit kann man verändern.

Ich empfehle, ausführliche Untersuchungen - Rechenschaftsberichte über die durch dich durchgeführte Arbeit beim Austausch von Wahrnehmungen zu führen, ein detailliertes Tagebuch mit Beschreibungen deines Kampfes.

Es ist einfach unerläßlich, mit Stift und Notizblock zusammenzuwachsen.

Was du gemacht hast, was gelang, was nicht gelang, welche Entdeckungen, interessante Beobachtungen es gab, was für eine Intensität negativer Emotionen und erleuchteter Wahrnehmungen es im Prozess der Unternehmung von Anstrengungen gab usw. - siehe ausführlich im Kapitel»Beschreibungen und Fixierungen».

Zum Beispiel kannst du durch verschiedene Merkzeichen negative Emotionen markieren, die rasch beseitigt sind, beseitigt sind in 2-5 Sekunden, jedoch nicht beseitigt sind(wenn die NE mehr als 5 Sekunden andauerte).

Die schriftliche Fixierung der Erfahrung wird zum Gegengewicht an die Gedanken-Skeptiker werden, sie wird sich als unwiderlegbares Zeugnis dessen erweisen, daß es in deinen Kräften liegt, solche Aufgaben zu lösen.

Insofern wirst du in einem solchen Tagebuch Aufzeichnungen darüber führen, was für umstehende Menschen nicht wünschenswert ist, zu erfahren (insofern können sie agressiv zu dir werden), dafür, um maximale Aufrichtigkeit zu erreichen, halte deine Aufzeichnungen in Passwort-Dateien-zum Beispiel im Programm Word. Dabei muß das Passwort den folgenden Parametern gerecht werden-nicht weniger als 10 Symbole, das nicht aus einfachen Wortstücken besteht, und eines ist, unter Ausnutzung von Großbuchstaben, Ziffern und speziellen Symbolen vom Typ @#$%^^&*.

 

Die Erforschung konkreter NE, ihre Klassifizierung befähigt ihre effektivere Unterscheidung und Beseitigung. Betrachten wir als Besispiel die Gereiztheit.

Die Gereiztheit und Unzufriedenheit sind sehr geeignet in der Eigenschaft eines Testgeländes für die Ausarbeitung der Anstrengung, da sie oft in Erscheinung treten, klar ausgedrückt, besitzen sie keine solche gewaltige konzeptionelle Stütze, wie zum Beispiel die Eifersucht oder das Mitleid(Negative Einstellung,Unzufriedenheit, Gereiztheit, Agression, Hass sind verschiedene Stufen der Intensität, aber derselben NE, deshalb wird nämlich jener, der «insgesamt nur» eine negative Einstellung empfindet, sich als ein Mensch erweisen, der in jedem beliebigen Augenblick Hass erzeugen kann).

Jede konkrete entstandene Gereiztheit kann man mit einer bestimmten Kategorie relativieren und nachdem bereits beseitigen.Allerdings wird es dabei nicht möglich sein, eine makellose Beseitigung zu erzielen(das heißt, nach einer halben oder einer Sekunde), deshalb ist es zweckmäßig, sich erst in der Anfangsphase mit der Klassifizierung der negativen Emotion zu beschäftigen, wenn es keine vollkommene Klarheit im Charakter ihrer Erscheinung gibt.Wenn sich die Schnelligkeit der konkreten negativen Emotion vergrößert, und sie wird zwei bis drei Sekunden von der Entstehung bis zur Beseitigung verlaufen, wird die Wechselbeziehung der Emotion mit der Kategorie aufhören, effektiv zu sein, und dieses Bindeglied wird man ohne einen Schaden entfernen können, jedoch besitzt anfangs die Aufteilung in Kategorien jenen Vorteil,daß dafür, um diese Kategorie und ihre Qualitätsunterschiede zu bestimmen, du gezwungen bist, genügend konzentriert alle Erscheinungsaspekte der negativen Emotion zu prüfen,und auf solche Weise lernst du sie im alltäglichen Leben zu bemerken, ohne dem ist eine Beseitigung nicht möglich.

Zum Beispiel kann man alle Zeichen von Gereiztheit durch einen Typ von Situationen, in welchen sie auftrat, aussortieren:

1.                    Unerwünschtes des Verhaltens anderer Menschen

2.                    Unerwünschtes des eigenen Verhaltens

3.                    Unerwünschtes Zusammentreffen von Umständen

4.                    Unerwünschtes «Auftreten» von Dingen

5.                    Allgemeine Reizbarkeit «auf die ganze Welt».

 

Nicht so wesentlich ist es, alle Situationen bereits in Genauigkeit zu beschreiben, in denen in einer Gewohnheit die Gereiztheit entsteht, da ihre Beseitigung in einer Situation zu einem allgemeinen Anwachsen der Fähigkeit führt, sie in allen anderen zu bemerken und zu beseitigen.

Die Beseitigungshandlung der NE ist zweckmäßig neu mit einem Wachrufen der Entschlossenheit zu vollenden und die Sache der Beseitigung NE bis zum vollkommenen Sieg zu führen, mit der Überzeugung, daß früh oder spät die erleuchteten Wahrnehmungen kommen werden und sich alle erfüllen werden.

Noch eine Methode, Emotionen in zwei Klassen aufzuteilen, stützt sich auf den Unterschied darin, wie sich ihr Erscheinungscharakter im Ergebnis der Beobachtung, der Fixierung und Erforschung ändert.

Eine beginnt sich abzuschwächen, sich aufzulösen, die andere sich zu verstärken, sich auf - zuspalten und sich zu vertiefen. Entsprechend zum ersten oder zum zweiten Verhaltenstyp können wir sie relativ als «negative» und «positive» bezeichnen.

Es ist interessant, daß Emotionen, die ich früher als «negative» definierte, sich übereinstimmend auch zu dieser Aufteilung als «negative» erweisen. Positive Emotionen werden doppelt geführt. Einige von ihnen zerstreuen sich auch, besonders die genauen Gegensätzlichkeiten NE (zum Beispiel «Verliere die Bitterkeit - die Freude des Besitzes»).

Andere beginnen sich aufzuspalten, so ist dort, wo früher du nur eine PE erkanntest, beginnst du einige zu erkennen. Irgendwelche zerstreuen sich, oder es entsteht der Wunsch, sie zu beseitigen, und andere, im Gegensatz, verstärken sich, es entsteht der Wunsch, sie öfter zu erleben, und allmählich beginnen im Ergebnis solch einer Säuberung, erleuchtete Wahrnehmungen zum Vorschein zu kommen.

Ich möchte darauf aufmerksam machen, daß diese Eigenheit der Emotionen nicht möglich ist, für die Beseitigung NE benutzt zu werden, weil in jener Zeit, in der du auf die NE achtest, sie es schafft, eine Masse anderer NE zu erzeugen, es verstärkt sich der negative emotionale Hintergrund und im Endergebnis wird sie nicht beseitigt, sondern wird durch eine andere Wahrnehmung abgelöst, jedoch geschieht in jedem Falle eine ständige Ablösung von Wahrnehmungen, aber wie wir sehen, führt das nicht zu einer Einstellung der NE. Gewöhnlich laufen einer derartigen «Praktik» jene zu, die Selbstbetrug betreiben und in selbiger Sache nicht auf NE verzichten wollen.

Sehr effektiv vereinen sich verschiedene Richtungen in der Praktik –nicht nur in der Grafik, die man sich aus dem Kopf ausgedacht hat, sondern entsprechend zu jenem, zu dem es jetzt ein Interesse, einen freudigen Wunsch gibt. Es ist irrtümlich zu glauben: «Da nehme ich mir zuerst die Beseitigung der NE und dann die Konzeptionen und Wünsche vor». Verdüsterungen sind eng dazwischen verflochten, und du weißt niemals im voraus, wo ein Durchbruch stattfinden wird, aber wenn der Durchbruch geschieht, so ist das ebenso wie ein Faden den man bis ans Ende aus einem Leinen herauszieht – das Gewebe wird nicht nur an jener Stelle zerschnitten werden, wo du den Faden geführt hast, sondern auf seiner ganzen Breite. Die Errungenschaft der Freiheit als eines, äußert sich zudem in einem ganzen Spektrum von Wahrnehmungen, und oft kommt es vor, daß ein Fortschritt in der Beseitigung NE dazu führt, daß plötzlich eine Reihe von Konzeptionen offensichtlich falsch und verkehrt sein werden. Das Buch ist folgerichtig geschrieben – Paragraph für Paragraph, ganz bestimmt ist es aber so, lasse dich immer in der Praktik durch freudige Wünsche leiten.

Übereinstimmend zu meiner Erfahrung bei der Untersuchung Praktizierender, besitzen Menschen, die zur Aggression neigen, wesentlich weniger Chancen als jene, die sich an Selbstmitleid (SML) gewöhnt haben. Ein frecher, jähzorniger und agressiver Mensch ist bei weitem weniger fähig, seine Wahrnehmungen zu erforschen, als jener, der SML empfindet. Der echte Kampf mit der Aggression beginnt erst dann, wenn du sogar ihre schwächsten Formen der Beseitigung unterziehst-leichte Unzufriedenheit, schwache Gereiztheit. Eine totale Kontrolle und Beseitigung sogar eines schwachen Schattens von Unzufriedenheit und negativer Einstellung, minütliche Fixierung ihres Zustandes (jede Minute eine Bewertung auf der Skala von 1-10 der Intensität der Unzufriedenheit) - nur auf einem solchen Wege bekommst du die Chance, dich von der Aggression zu befreien. Die Aggression in jeder beliebigen Form ist eine furchtbare Infektion, die schwerste Erkrankungsform durch negative Emotionen, und es fordert dir einen verzweifelten Kampf in jeder Minute deines Lebens ab, wenn du sie besiegen willst.

Kein Weg, keine Praktik, keinerlei geistige Suche- überhaupt nichts ist bis jetzt nicht möglich, bislang ist die Aggression nicht beseitigt.

Es genügt einfach, die makellose Beseitigung NE bei der «Schlafcouch-Praktik» zu erreichen, das heißt unter vergleichbar Treibhausbedingungen, wenn du keine starken Reizerreger hast, wenn neben dir symphatische Menschen sind, oder wenn du in der Natur lebst, in der du fast nicht in Wechselwirkungen mit verdüsterten Menschen bist und so folgend. Aber öfter kommt insgesamt bei der langwierigen Schlafcouch-Praktik eine Krise in Anmarsch- besonders wahrscheinlich ist es am Anfang der Praktik, wenn die Gewöhnung an das Erlebnis EW noch sehr gering ist. Mit dem Terminus «Krise» benenne ich einen solchen Zustand, bei dem in der Art, es sowohl keine markanten Verdüsterungen, aber andererseits auch keine hell erleuchteten Wahrnehmungen gibt.

Es ist nicht verständlich - wofür sich dann heranwagen, sich weiter voranbewegen.

Es verstärkt sich «Nichts geschieht», es senkt sich bis auf ein kritisch geringes Niveau der Enthusiasmus, die Vorfreude. In dieser Situation ist es erforderlich, zur «aktiven Nachforschung» zu greifen - das gestattet, die sehr dicken Schichten der NE und NH aufzudecken, die nicht in Erscheinung traten, weil keine entsprechenden Reizerreger vorhanden waren. Das erlaubt, die Makellosigkeit der Beseitigung NE in komplizierten und sehr komplizierten Situationen zu trainieren, wenn der Automatismus des negativen Reagierens besonders kompliziert ist zu beseitigen.

Für die Verwirklichung der aktiven Nachforschung ist es zweckmäßiger, zu «sozialen Experimenten» («SE») zu greifen, die darin bestehen, daß du dich unter denVorstoß negativer Einstellung vonseiten anderer Menschen stellst. Dabei sind zweckmäßig Rückzugswege, die Varianten der Selbstverteidigung, die Manipulierungsmethoden durch die dich umgebenden Mechanismen(darunter durch die Verhaltensmechanismen der Menschen) sorgfältig zu durchdenken, damit die negative Einstellung vonseiten der Menschen nicht zu unerwünschten Folgen führt. Deshalb ist es teilweise wünschenswert, das Gesetz zu beachten, um die Möglichkeit zu besitzen, nach den Mechanismen des Systems der Rechtswahrung in komplizierten Fällen zu handeln.

Beispiele der einfachen SE:

*) in den Laden kommen und mit winzigsten Kleingeld die Ware bezahlen. Nach dem Gesetz ist der verkäufer verpflichtet, beliebiges Geld anzunehmen, weil das das gesetzliche Zahlungsmittel ist.

Die entstehenden NE bei dem Praktizierenden ist Aggressionsangst vonseiten des Verkäufers und der Käufer.

*) Beim Transport jemanden den Platz überlassen.NE, die beim Praktizierenden enstehen, sind:  Scham, Aggressionsangst.

*) Steige in schmutziger Kleidung in einen Metro-Waggon ein und um Almosen zu bitten. Die NE, die entstehen, ist: Scham.

*) In der Gesellschaft dir unbekannter Leute, die Rolle des Dummkopfes spielen.

 Die NE, die entstehen, sind das Gefühl der eigenen Schädigung, Kränkung, des Zorns.

 

Viele Leser meines Buches reagieren negativ auf die Idee der Durchführung der SE, es ist zu vermuten, daß die Praktizierenden, sich auf derartige Weise nicht nur in der Beseitigung Ihrer NE trainieren, sondern gleichzeitig auch noch bei den sich umgebenden Menschen zusätzliche NE «auslösen». Aber ich gehe von dem folgenden aus:

1.                    Es ist nicht möglich, in irgend Jemanden NE «auszulösen»- der Mensch selbst wählt aus, NE zu erleben, will sich aber durchaus nicht von ihnen befreien.

Dabei ist es sehr leicht, sich zu überzeugen, und ich rate dringend, dies zu tun: Erzähle jedem Menschen(den ersten, den du gerade erreichst oder deinen guten Bekannten) darüber, daß es eine Methode gibt, NE nicht zu erleben, und frage, - ob er dieses erreichen möchte?

In 90% wirst du Verzicht hören und die Sentenz darüber, daß wohl «ohne NE, der Mensch ein Leichnam werden wird». Die übrigen 10% sind teils damit einverstanden, daß sie keine NE würden erleben wollen. Erzähle ihnen über die die PPP-Technologie, und frage in ein paar Tagen nach, was sie dafür getan haben, um ein Resultat zu erzielen. Sie mögen detailliert erzählen, was sie getan haben, was gelang, was nicht gelang, welche Entdeckungen, Beobachtungen es gab, welche freudigen Wünsche in Verbindung damit entstanden und so folgend.

Die Antwort wird ein vollkommenes Schweigen sein – niemand wird auch einen Finger rühren. Das beweist auch, daß wegen der spärlichen Ausnahme sich niemand von NE befreien will.

(Probiere NE in einem «Morda» «auszulösen», d.h. in jenem Menschen, der die NE makellos beseitigen will, und sich darin beharrlich und entschlossen trainiert – du wirst sehen, daß es bei dir nichts auslösen wird, sogar, wenn du ihn beleidigen, schimpfen, drohen, prügeln wirst usw.)

2.                    IMMER erleben die Menschen ständig sowohl NE als auch NH, doch wenn sie sie in irgend einem Augenblick nicht erlebten, erlebten sie in dem selben Moment helle EW. Also,was für ein Unterschied ist es, wird ein Verkäufer auf einen Käufer oder auf einen anderen verärgert sein.

Wird er tödliche Langeweile oder Gereiztheit empfinden? Mehr dessen, viele Menschen nehmen sich eher heraus, Gereiztheit und Aggression zu äußern, als Langeweile.

3.                    Der Praktizierende, der SE durchführt, verspürt nicht das Verlangen, daß bei anderen Menschen NE entstehen. Er nutzt die Kenntnis der Mechanismen, die die Menschen für sich kultivieren und weiß, daß es im Ergebnis eines bestimmten Verhaltens zu einer bekannten negativen Reaktion kommen wird, und sich davon Gebrauch macht.

Jedoch, wenn statt einer stereotypen Gereiztheit irgend ein Mensch lächelt und wenn er auch Freundschaftlichkeit neu erfährt, so empfindet der Praktizierende zweifellos sowohl Symphatie zu diesem Menschen als auch Interesse an ihm(ungeachtet dessen, daß es nicht gelingt, das gegebene SE durchzuführen).

 

Die Praktik der»emotionalen Polierung» («EP») ist außerordentlich effektiv für die Beseitigung NH und flacher NE. Die universelle Besonderheit dieser Praktik besteht darin,daß sie es erlaubt, sogar jenen NH zu reinigen, den du im gegebenen Moment nicht erkennst und sein Vorhandensein du nur in Abwesenheit EW beurteilen kannst.

Die EP schließt damit ab, daß du Anstrengungen zur Beseitigung NE unternimmst, obwohl du keine irgendwelchen NE fixierst. Insofern verfügst du bereits über Erfahrung bei der Unternehmung von Anstrengungen zur Beseitigung NE, es fällt dir nicht schwer, diese Anstrengungen sogar in Abwesenheit verschiedenartiger NE wachzurufen. Anstrengungen der EP zu unternehmen, kann man sie sowohl nach einem Fahrplan(zum Beispiel teile dir 10 Minuten ein für eine EP ohne Unterbrechung), als auch sie zu konkreten Ereignissen verknüpfen (Zum Beispiel zu einem beliebigen Blick auf einen vorbeigehenden Menschen, denn mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es dabei einen geringfügigen Ausbruch negativer Einstellung), usw.

Ich rate, sich zur EP zu verhalten, wie zum Zähneputzen, wie zu einer erforderlichen Prophylaxis. Bis jetzt, obwohl du bisweilen nicht den ununterbrochenen erleuchteten Hintergrund erlebst, wird die Praktik der EP effektiv sein, und sie wird niemals zu viel werden. Um sich fester auf die EP zu konzentrieren, ist es möglich, die Unterstützung durch visuelle Weise zu nutzen und eine Praktik der verstärkten emotionalen Polierung («VEP») zu erfüllen:

Auf jeden Atemzug wird eine Art Lichtstrom wachgerufen, der vom unteren Teil des Bauches in das Zentrum der Brust aufsteigt. Möge die Art des Stroms  «fühlbar», «getragen», jedoch seine Leuchtkraft hell und kräftig werden.

Für jede Ausatmung wird die Anstrengung zur Beseitigung aller Wahrnehmungen ohne Unterscheidung wachgerufen.

 Sie wird begleitet durch die Erzeugung der gewaltigen Art einer Lichtexplosion, die aus dem Zentrum der Brust in alle Richtungen auseinanderfliegt und alles auf ihrem Weg wegschiebt.

Für die Entlastung der Fixierung ist es zweckmäßig die VEP in Handlungen, Serien und´ Zyklen zu teilen. Eine Handlung – das ist eine Aktion der VEP auf ein Atemzug - eine Ausatmung. Eine Serie - sind der Reihe nach einige Handlungen ohne Unterbrechung (ich rate, nicht weniger als 50). Der Zyklus sind einige Serien mit Unterbrechung zwischen ihnen (ich rate, nicht weniger als 10 Serien am Tag). Die Ausnutzung von Genauigkeiten einer bestimmten Länge gestattet es nicht die Berechnungen zu abstrahieren.

Ich rate, jeden Zyklus durch eine schriftliche Fixierung erhaltener Beaobachtungen zu Ende zu führen, die Aufzeichnungen zu nutzen während der gemachten VEP.

Im Laufe eines Tages kann man soviel Zyklen durchführen, wie gefällig.

 

Die Beseitigung NE im Traum ist vollkommen möglich, sie stellt keine irgendwelche Komplikation dar, es erfordert auch nicht, sich im Traum über etwas klar werden zu können, es genügt bloß, dermaßen beharrlich und innig sich mit der Praktik in Wachheit zu beschäftigen, so daß die Gewohnheit, NE zu beseitigen, auch im Traumbild automatisch zum Vorschein kommt. Umso stärker die Praktik in automatische Traumbilder eindringt, umso höher wird das Niveau ihrer Bewußtheit, umso größer deren Wahrscheinlichkeit, daß sie als Erfahrung bewußter Traumbilder (BT) in Erscheinung treten wird, daß es nicht einheitlich, jedoch sehr interessant insofern ist: a) es wird sich bei dir die Möglichkeit erschließen, die Welt zu erforschen, durch eine Regelung oder auch durch zwei verbreiterte und vielseitigere Regelungen, als die Welt bestehender Wahrnehmungen, die Wachheit, b) in BT es weitaus einfacher ist, helle und vielseitige EW zu erleben.

Ausführlicher siehe in dem entsprechenden Kapitel.

Unter den nebenwirkenden Resultaten der Praktik der Beseitigung NE- ist die zunehmende Fähigkeit, Anzeichen NE in anderen Menschen zu erkennen. Du wirst diese Anzeichen in den dich umgebenden Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit und Leichtigkeit bemerken, als wenn sie mit ganzer Stimme riefen. Du wirst die Menschen sehen wie ein offenes Buch, wo alles über ihre Emotionen geschrieben ist. Niemand wird vor dir jenen Fakt verschließen können, daß er NE erlebt, denn dieser kommt sogar in den geringsten schlechten Angewohnheiten, in Gesten, in Intonationen, in Grimassen und Worten zum Vorschein.

Umso verwunderlicher wird sich zeigen, daß sie fast immer kategorisch leugnen werden, daß sie gegenwärtig NE erleben, und blickend auf sie, wirst du dir mit ganzer Klarheit bewußt werden, in welchem furchtbaren Gemisch NE, der Unaufrichtigkeit und des Stumpfsinns, die Menschen leben.

Zweckmäßig ist es, die Angst vor «ungünstigen Bedingungen» zu beseitigen, da man jene Situation «ungünstig» nennt, in der bei dir noch nicht die Gewohnheit ausgebildet ist, entstehende NE zu beseitigen und EW zu erleben. Wenn du bereit sein wirst, NE zu beseitigen, und für EW in jeder beliebigen Situation zu kämpfen, dann werden anstelle spasmatischer Ängste und krampfhafter Flucht, freudige Wünsche zum Vorschein kommen, welche als Ablösung der Umstände, wie die Erfahrung zeigt, zu einer interessanten Entwicklung der Situation führen. Ausfälle in verdüsterte Zustände in der Art von «es geschieht nichts», werden schon nicht mehr so, wie früher, erlebt, wenn Beständigkeit und Entschlossenheit in Zielerfolg mündet. Ich nenne solch einen Zustand «Freude eines Null-Resultats». Das ist Freude, die Beharrlichkeit manifestiert und Klarheit darin gibt, daß du nicht abweichen wirst, sogar ungeachtet auf zeitliche Abwesenheit EW.

Im Prozeß der Warnehmungsbeseitigung gibt es drei hauptsächliche Momente: 1) sie aufzuteilen und sie als unerwünscht in eine Kraft desVorhandenseins zu bestimmen (inmitten einer ganzen Gesamtheit von Wahrnehmungen), des Wunsches aufzuhören, sie zu erleben.

2) Aufzuhören, sie zu benennen als «ich», «meine»und anzufangen, sie zu betrachten als einzelne unerwünschte Wahrnehmung.

3) Die Anstrengung zu unternehmen, die unerwünschte Wahrnehmung zu beseitigen.

 

Das erste Bindeglied ist elementar. Das dritte scheint nur auf den ersten Blick als das komplizierteste, aber in selbiger Sache hast du bereits Erfahrung bei der Unternehmung von Anstrengungen unter den Bedingungen eines Wunschkonfliktes, aber diese Anstrengungen sind dann freudige, sie werden durch die Vorfreude begleitet, wenn es Gewißheit gibt, daß «du» dieses willst, daß dieses in «deine» Interessen eingeht, und dann wird sich aus «meiner» konzeptionellen Kennzeichnung der hinderliche Wunsch herausführen und sich leicht überwinden. So denn auch in der Praktik wird die zu beseitigende Wahrnehmung stufenweise aus dem «Ich»-Konzeptionspanzer herausgeführt, und die Anstrengungen bei ihrer Beseitigung werden effektiver. Die Errungenschaft der Klarheit, gestattet darin, Wünsche zu äußern, diesen Prozeß zu erforschen und nach effektiven Ausführungsmethoden der unerwünschten Wahrnehmung aus der Kennzeichnung des «Ich» zu suchen.

 

01-06) Noch eine resonanzauslösende Beschreibung der Anstrengung zur Beseitigung NE ist die Wiedererlangung der Aufmerksamkeit («AWE»), und die dementsprechende Praktik nennt sich «die Praktik der Wiedererlangung der Aufmerksamkeit». Ich glaube, daß es zweckmäßig ist, in den ersten Zeiten die Phrase der «Wiedererlangung der Aufmerksamkeit» für die Beschreibung der Beseitigungsanstrengung NE zu benutzen, insofern ging das Wort «Aufmerksamkeit» in unsere Sprache dauerhaft ein, so auch, wie das mit dem Verständnis der «Vergangenheit» stattfand, obwohl selbst eine oberflächliche Analyse genügt, um Klarheit darin zu bekommen, daß jede Wahrnehmung, welche es auch wäre, immer nur im jetzt gibt - aber die «Vergangenheit» bloß ein Wort ist, das die Gesamtheit von Gedanken kennzeichnet, die in den Wortbestand «es war» eingeht. So ist es auch mit der «Aufmerksamkeit».

Wenn ich sage, «ich hatte die Aufmerksamkeit auf eine Kuh gerichtet», bedeutet das, daß die Wahrnehmung einer Kuh an dieser Stelle besonders intensiv und stabil begann, in Erscheinung zu treten.

Ich werde auch hier das Wort «Konzentration» bestimmen, welches auch in dem Wortpaar «Aufmerksamkeit» gebraucht wird.Wenn es an dieser Stelle für eine Zeiteinheit 10 verschiedene Wahrnehmungen gibt (visuelle Wahrnehmungen von Dingen, Gedanken, Emotionen), gibt es aber für eine andere solche Zeiteinheit nur 5, so sage ich, daß sie die «Konzentration der Aufmerksamkeit» auf einem ausgewählten Objekt stärkte, oder kurz - «sie konzentrierte sich auf sie». Auf solche Weise kann man dem Wort»Konzentration» eine bestimmte Bedeutung geben, die zweckmäßig zu nutzen ist, insofern entsteht oft der Wunsch, nur eine begrenzte Anzahl von Wahrnehmungen im gegebenen Moment wahrzunehmen, zum Beispiel nur EW, oder nur Überlegungen für irgend ein Thema wahrzunehmen.

Wenn ungeachtet darauf, es vorteilhaft ist, sich auf den Wunsch einer gewissen Wahrnehmung zu konzentrieren, kommt eine andere Wahrnehmungzum Vorschein (zum Beispiel durch mechanische Gewöhnung), wir sagen, daß die «Aufmerksamkeit» «erobert» ist, und wenn anstelle der Konzentration auf einer erwünschten Wahrnehmung, die Stelle eine Häufigkeit verschiedener Wahrnehmungen besitzt, sagen wir, daß die Aufmerksamkeit «ausgesät» ist.

Die Praktik der AWE, die auf irgend eine Weise durch chaotische Ablenkungen erobert ist (NE, oder durch einen mechanischen Wunsch, oder durch einen mechanischen inneren Dialog, oder durch visuelle chaotische Wahrnehmungen und dergleichen mehr) «zurück wiederkehrt», «sich vom Objekt loslösend», nachdem sie sich entweder in einem freien Zustand «vergeudet», oder sich auf eine angestrebte Wahrnehmung «richtet».

Durch die Sprache der Wahrnehmungen gesagt, schließt sich die Praktik der AWE im Ersetzen einer Wahrnehmung für eine andere ab, jedoch die bildliche Sprache der «Eroberungen» und der «Wiederkehrungen»kann sich dafür als effektiv erweisen, um die Gewohnheit des Ersetzens von Wahrnehmungen gründlich einzuüben.

Mechanische Gedanken rauben die Aufmerksamkeit durch einen kurzen scharfen Schlag, wie eine Möwe den Fisch befällt, deshalb ist es hier zweckmäßig eine heftige und konzentrierte Anstrengung entgegenzustellen. NE rauben die Aufmerksamkeit stark, grob, wie ein Hai ein

Stück Fleisch zerreißt, deshalb ist es zweckmäßig eine gewaltige und rasendschnelle Anstrengung entgegenzustellen. Mechanische Wünsche rauben die Aufmerksamkeit heimlich, nicht immer schnell, jedoch immer in voller Zuversicht ihres Sieges - wie römische Regimenter Karthago belagern, deshalb ist es zweckmäßig eine zähe Anstrengung, wie ein Elefant, entgegenzustellen.

Ich führe ein Beispiel eines «Stenogramms» - einer Fixierung von Wahrnehmungen bei AWE an:

*) Ich stelle jedwede Tätigkeit ein, ich sitze da, tue nichts, ich beseitige ID und NE

*) Es entsteht ein Zustand der Klarheit

*) Der Zustand der Klarheit trübt sich ein, zerstreut sich.

*) Es bricht ein Zustand der Fadheit an.

*) Die Gabelung ist, entweder die Fadheit zu beseitigen und zur Klarheit zurückzukehren, oder der Fadheit nachzugeben.

 Wir werden zulassen, den Wunsch der Fadheit wird der Wunsch EW umgehängt.

*) Es entsteht der spasmatische Wunsch der Unterhaltungslust, um die Fadheit zu unterdrücken.

*) Es beginnt die Suche des Objekts, an welchem die Aufmerksamkeit kleben bleiben könnte.

*) Irgend ein Objekt findet sich und die Aufmerksamkeit bleibt an ihm kleben.

*) Die Fadheit geht zurück und es entsteht Zufriedenheit, Interesse und anderes mehr.

*) Nach einiger Zeit tritt Übersättigung, Müdigkeit, Unzufriedenheit ein, geht das Interesse verloren. Der fade Zustand kehrt wieder zurück.

*) Erneut wird der mechanische Wunsch der Fadheit der Wunsch EW umgehängt.

*) Es entsteht der mechanische Wunsch neuer Eindrücke, um erneut zu versuchen, die Fadheit zu ersticken.

*) Wieder findet sich ein Objekt der Aufmerksamkeit

*) Den Wunsch, den geschlossenen Kreis zu beseitigen «die Fadheit- dieUnterhaltungslust - die Zufriedenheit – die Übersättigung - die Müdigkeit - «ist der Wunsch bemüht, fortzusetzen, ihn zu unterstützen, Anstrengung der Wiedererlangung der Aufmerksamkeit zu unternehmen-löst sich die Aufmerksamkeit vom Objekt, kehrt sie wieder zurück, oder aber «vergeudet sich» in einem freien Zustand oder richtet sich auf den erleuchtenden Faktor (die Wahrnehmungsauslösevorrichtung, die assoziativ mit den EW verbunden ist).

*) Es entsteht Mitleid vor Verlust von Eindrücken.

*) Ich beseitige das Mitleid.

*) Wieder aufs Neue versucht die Fadheit über die Gewohnheit in Erscheinung zu treten und sich zu festigen.

*) Ich beseitige die Fadheit – wir geben zu, daß sich das mit wechselhaftem Erfolg herstellt.

*) Der spasmatische Drang der Eindrücke kommt immer wieder zum Vorschein.

*) Immer wieder setze ich geduldig fort, die Aufmerksamkeit wiederzuerlangen, ungeachtet darauf, daß jedes Mal Verlustmitleid von Eindrücken entsteht, das ich ebenfalls beseitige.

*) Nach Vollendung einer ganzen Reihe solcher Zyklen tritt eine starke Erschöpfung auf, jedoch erlebt man sie als eine sehr angenehme, gesunde Erschöpfung.

*) Der erleuchtete Hintergrund entsteht und verstärkt sich.

*) Es entsteht die Empfindung einer Überhäufung, einer Spreizung in der Brust.

*) Es gibt einen kaleidoskopischen Wechsel von Zuständen der Fadheit und der Klarheit - Fadheit kann sich augenblicklich mit dem Erlebnis erstaunlicher Tiefe und Frische abwechseln, und umgekehrt.

*) Intensive «angespannte» Empfindungen führen zum Verlangen «sich zu erholen».

*) Mir wird dadurch bewußt, daß der «Wunsch, sich zu erholen» – der mechanische Wunsch ist, in den gewohnten Zustand gesäter Aufmerksamkeit, der Fadheit, zurückzukehren.

*) Es entsteht die Beharrlichkeit, die auf die Überwindung des Wunsches «sich zu erholen» gerichtet ist, und so weiter.

Die Beseitigung des mechanischen Wunsches von Eindrücken (MWEi) ist umso komplizierter, je stärker dieser Wunsch ist, aber er ist umso stärker, je intensiver und gewohnter der Hintergrund der Fadheit, der Langeweile ist, der sich als negative Dominante darstellt und teilweise sogar nicht fixiert ist. Die Wiedererlangung der Aufmerksamkeit mit (MWEi) ist eine überaus komplizierte Beschäftigung. Sie entzieht alle Kräfte und mit der Zeit empfindest du verzweifelte «Krämpfe», aber das zeigt ein weiteres Mal, wie solide du auf einer Spitze von Eindrücken sitzt, mit denen du dich bemühst, den NH zu unterdrücken.

Ganz am Anfang der Praktik der AWE, sogar ein oder zwei Stunden des Nichtstuns (des einfachen Dasitzens oder Liegens auf dem Sofa) - ist eine Quälerei, die reinste Folter eines frontalen Zusammenpralls mit einem gewaltigen NH.

Ich rate von Zeit zu Zeit die AWE mit Zusammenstellung eines Stenogramms der Eindrücke ähnlich zudem zu begleiten, wie das oben beschrieben ist, d.h. alles zu fixieren, was während der AWE geschieht. Das gestattet, Klarheit in dem Geschehenen zu erzielen, die Resultate zu überwachen. Anhand deiner gegenübergestellten Aufzeichnungen und Empfindungen, wirst du sehen, daß die Praktik der AWE mit jedem Tag weniger qualvoll werden wird, und alles öfter mit Ausbrüchen EW, mit Vorfreude, mit Interesse zu dieser Erfahrung begleitet sein wird – die Süchtigkeit wird bezwungen,jedoch langsam.

Bei der AWE können Attacken akuter Einsamkeit entstehen, die erdrückend ist durch ihre Grenzenlosigkeit, Schwermut, Verzweiflung, grundlose Aggression und dergleichen mehr.

Das bedeutet, daß alle diese NE sich als Bestandteil deines dominanten NH erweisen und die ganze Zeit bis jetzt haben sie dich unbemerkt vergiftet, aber jetzt offenbaren sie sich und es ist möglich, sie zu beseitigen.

In dem du auf die MWEi verzichtest, entziehst du dich der Rauschgift-Injektion unter dem Namen des «Eindrucks»,und es beginnen «Brüche», zwar möchtest du ein ganz klein wenig von den Eindrücken, und wenn bei diesem der Versuchung zu widerstehen, du den kleinen Tod erlebst - wird es in der Art «leichter» werden, jedoch werden auch hierbei mit doppelter Stärke Fadheit und NE herfallen. Das Eingeständnis, eine Süchtige zu sein, erlaubt mit ganzer Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit, die Beseitigung der Abhängigkeit anzugehen, die das Erleben EW verhindert.

Während der Praktik der AWE hat sich die Zeit einfach unglaublich ausgedehnt.

Eine Stunde der Anstrengungen nimmt soviel an Entdeckungen, Beobachtungen, Hypothesen, Ideen auf, soviel wie gewöhnlich in einigen Tagen geschieht. Unerwartet bekommst du eine unerschöpfliche Resource der Lebenszeit in deine Hände.

 

01-07) Unter den Fehlern, die noch nicht überprüft wurden, gliedere ich folgende aus:

Viele glauben, daß es unmöglich ist, NE zu beseitigen, weil sie die Folgen falscher Interpretationen und übriger Erscheinungen darstellen. Sie sind der Meinung, die Auswirkungen zu bekämpfen heißt, Schmerzmittel zu schlucken und zu glauben, man behandle damit die Krankheit, während ungeachtet dessen, es erforderlich ist, vor allem nicht den Schmerz zu behandeln, sondern die Krankheit selbst, aber nicht Analgin zu schlucken, sondern Antibiotika.

Manchmal sagt man noch, daß es genügt, einfach den Standpunkt zu verändern und es werden keine NE in Erscheinung treten. Erkenne mal klar, daß alles der Atman ist und alles sich verändern wird.

Aber in Wirklichkeit ist:

a) Die minimale Erfahrung der Beseitigung NE zeigt, daß die Arbeit mit Konzeptionen nicht die direkte Anstrengung der Beseitigung NE ersetzen kann, insoweit reagiert die sich entwickelnde Gewohnheit unabhängig davon, NE zu erleben, soweit ihre unterstützende Konzeption leistungsstark ist.

b) Während du über die Ursachen nachdenkst, lebt und entwickelt sich die ganze Zeit die NE, treten neue NE in Erscheinung, speist sich der NH ein, und im Ergebnis erleidest du einen vollkommenen Mißerfolg, während ungeachtet dessen die makellose Beseitigung NE zu seiner sofortigen Einstellung führt.

c) Die minimale Erfahrung der Beseitigung NE zeigt ebenfalls, daß es durchaus möglich und überhaupt nicht kompliziert ist, auch stufenweise die frühere Gewohnheit NE zu erleben, abstirbt, jedoch an ihrer Stelle eine neue Gewohnheit erscheint, NE zu beseitigen und EW zu erleben.

 

4.                    NE - das ist nicht der körperliche Schmerz, aber eine oben fehlerhaft herbeigeführte Analogie, weil die Gesetzmäßigkeit gedankenlos aus einem Gebiet in ein vollständig anderes übertragen wird.

Wie differenzieren wir die Erscheinungen für «Ursache» und «Wirkung»?

Wenn der Zahn schmerzt, so nehme ich etwas, jedoch innerhalb einer Stunde entsteht der Schmerz erneut und verstärkt sich. In einem solchen Fall bezeichne ich den Schmerz als «Wirkung» und Karies - als eine «Ursache», und so werde ich die Karies behandeln, und bilde mir ein, ich behandle die «Ursache», und in der Tat, der Schmerz läßt nach. Jedoch innerhalb von drei Monaten entsteht die Karies erneut, dann bezeichne ich jedoch die Karies als»Wirkung», die «Ursache» aber sehe ich darin, daß ich nicht die Zähne putze.